Neuzulassungen EU-Automarkt weiter im Rückwärtsgang

Die Talfahrt auf dem europäischen Automarkt hat sich im Februar noch einmal beschleunigt. In allen großen Ländern sank die Zahl der Neuzulassungen, nur in Deutschland war sie zumindest unverändert. Ein kleiner EU-Staat stach allerdings positiv heraus.
Daimler-Produktion in Sindelfingen: Als einziger deutscher Autohersteller konnte Daimler einen Zuwachs bei den Neuzulassungen verzeichnen

Daimler-Produktion in Sindelfingen: Als einziger deutscher Autohersteller konnte Daimler einen Zuwachs bei den Neuzulassungen verzeichnen

Foto: Bernd Weißbrod/ picture alliance / dpa

Brüssel - Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in den 27 EU-Staaten sei im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,7 Prozent auf 888.878 Fahrzeuge gesunken, teilte der europäische Branchenverband ACEA mit. Schon im Januar brach die Zahl der Neuzulassungen um 7,1 Prozent ein.

Abgesehen von Deutschland, wo die Neuzulassungen unverändert blieben, verzeichneten alle großen Absatzmärkte Rückgänge. Massive Einbrüche mussten die Krisenländer Portugal mit 48,4 Prozent und Griechenland mit 45,2 Prozent hinnehmen. Auch in Frankreich (-20,2 Prozent) und Italien (-18,9 Prozent) gab es deutliche Rückschläge. In Großbritannien sanken die Neuzulassungen um 2,5 Prozent und in Spanien um 2,1 Prozent. Der stärkste Zuwachs wurde hingegen in Island mit 148,5 Prozent beobachtet.

Unter den deutschen Herstellern konnte lediglich Daimler einen Zuwachs (plus 4,3 Prozent) vermelden. Bei Volkswagen schrumpfte die Zahl der neu zugelassenen Autos hingegen um 2,6 Prozent, bei BMW um 1,4 Prozent.

Die meisten anderen europäischen Hersteller traf es aber deutlich härter: So brach der Absatz bei Renault um 24 Prozent ein und bei PSA Peugeot Citroën um 16,8 Prozent. Auch Fiat verbuchte mit minus 16,7 Prozent einen deutlich zweistelligen Rückgang. Zu den wenigen Gewinnern zählten Hyundai (plus 5,8 Prozent), Kia (plus 30,8 Prozent) und Jaguar Land Rover (plus 54,4 Prozent).

mg/dpa-afx/dapd
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