Samstag, 20. Juli 2019

Schleppender Verkauf GM unterbricht Produktion von E-Autos

Ladenhüter Chevrolet Volt: GM will die Lagerbestände zurückfahren

Weiterer Rückschlag für den US-Autobauer: Bei General Motors laufen vorübergehend keine neuen Elektroautos vom Band. Schuld ist die mangelnde Nachfrage nach dem Modell Volt und seinem europäischen Pendant, dem Opel Ampega. Zuvor hatte ein Batteriebrand die Auslieferung verzögert.

Detroit - Wegen schleppender Verkäufe hält General Motors die Produktion seines Elektroautos Chevrolet Volt und seiner europäischen Ausgabe, dem Opel Ampera, im Werk Detroit-Hamtramck für fünf Wochen an. Ein GM-Sprecher bestätigte, dass die Bänder zwischen dem 19. März und dem 23. April stillstehen. 1300 Mitarbeiter sind betroffen.

Der Chevrolet Volt wird fast baugleich in Deutschland auch als Opel Ampera verkauft. Die Auslieferung hatte sich jedoch wegen einer brennenden Batterie nach einem US-Crashtest um mehrere Wochen verzögert. Die angeschlagene GM-Tochter Opel hat sich vorgenommen, 10.000 Wagen in diesem Jahr zu verkaufen. Zuletzt lagen für den Ampera 6000 Bestellungen vor. GM-Manager Steve Girsky hatte eine Drosselung der Produktion angekündigt, sollten die Verkäufe unter den Erwartungen bleiben.

Verkaufsziele wackeln

In den Vereinigten Staaten war GM vom Chevrolet Volt im vergangenen Jahr knapp 7700 Stück losgeworden - geplant waren 10.000. In diesem Jahr wollte GM ursprünglich 60.000 Fahrzeuge produzieren, 45.000 davon alleine für den Heimatmarkt. Doch der Konzern verkaufte im Januar und Februar in den USA zusammen gerade mal 1600 Volt. Gegenüber Januar seien im Februar zwar mehr Fahrzeuge abgesetzt worden, die Lagerbestände sollten aber nicht weiter erhöht werden.

Der Volt wird rein elektrisch angetrieben, besitzt aber auch einen Verbrennungsmotor, der bei Bedarf die Batterie auflädt. Rein elektrisch können die Autos Strecken von 40 bis zu 80 Kilometer fahren. Nach dem Brand hatte GM die Karosserie rund um die Batterie verstärkt und das Kühlsystem verbessert. In Deutschland kostet der Ampera mindestens 42.900 Euro.

mh/dpa/reuters

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