Montag, 21. Oktober 2019

General Motors Höchster Gewinn seit mehr als 100 Jahren 

Vor gut zwei Jahren noch bankrott: Mit Staatshilfe gerettet, meldet sich General Motors für das vergangenen Jahr mit einem historischen Rekordgewinn zurück

Der Opel-Mutter General Motors ist ein furioses Comeback gelungen. 2011 hat der US-Autobauer seinen Gewinn nach einem Medienbericht offenbar auf rund acht Milliarden Dollar fast verdoppelt. Neben China habe der Konzern vor allem auf seinem Heimatmarkt sehr gut verkauft.

New York - Dem US-Autobauer General Motors Börsen-Chart zeigen (GM) ist ein steiler Aufstieg aus der Krise gelungen. Laut einem Zeitungsbericht wird der Mutterkonzern von Opel für das vergangene Jahr einen Gewinn von rund acht Milliarden US-Dollar ausweisen, wenn er am 16. Februar die Bilanz veröffentlicht.

Dies wäre ein Rekordergebnis in der mehr als 100-jährigen Unternehmensgeschichte, schreibt das "Wall Street Journal" in seiner Online-Ausgabe am Montag mit Verweis auf Personen, die die Zahlen gesehen haben.

Das Comeback des Autokonzerns ist bemerkenswert: Erst vor knapp drei Jahren stand der Autobauer vor dem Aus, weil der Schuldenberg zu groß geworden war. Nur Milliardenhilfen von der US-Regierung retteten das Unternehmen. Im vergangenen Jahr nun überholte der Konzern wieder Toyota bei den Absatzzahlen - und löste ihn als weltgrößten Autobauer ab.

Jetzt peilt der Autohersteller das Ziel von zehn Milliarden Dollar Gewinn an, schreibt die Zeitung weiter. Dass der Konzern seinen Gewinn im vergangenen Jahr fast verdoppeln konnte, lag dem Bericht zufolge unter anderem an den starken Verkäufen in China und dem hohen Gewinnbeitrag aus Nordamerika. Auf dem Heimatmarkt habe der US-Autobauer die Kosten stark gesenkt und zuletzt merklich höhere Preise erzielt. Das Europa-Geschäft mit den Marken Opel und Vauxhall dürfte dagegen weiter verlustreich geblieben sein.

Als weiteres Ziel hat sich der Konzern eine höhere Rentabilität gesetzt. Die Marge solle von derzeit rund 6 Prozent auf 10 Prozent steigen, sagte Finanzvorstand Daniel Ammann zuletzt. Dafür nimmt General Motors auch einen Rückgang bei den Verkaufszahlen und damit beim Marktanteil in Nordamerika in Kauf.

rei/reuters

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