Freitag, 22. November 2019

Absatzranking GM kehrt an die Weltspitze zurück

Chevrolet-Modelle in China: Der US-Konzern General Motors ist wieder globale Nummer eins

Das Ranking der größten Autohersteller der Welt ist 2011 neu sortiert worden. General Motors ist aus der Pleite an die Spitze zurückgekehrt. Volkswagen machte Boden gut. Der bisherige Marktführer Toyota fiel nach manchen Rechnungen auf Rang vier zurück.

Detroit - Die Opel-Mutter General Motors hat im vergangenen Jahr mehr Autos verkauft als jeder andere Konzern. GM gab am Donnerstag bekannt, 2011 insgesamt 9,026 Millionen Fahrzeuge verkauft zu haben und damit knapp 8 Prozent mehr als 2010. Der führende US-Autohersteller war 2009 bankrott gegangen und mit Staatshilfe saniert worden. Bis 2007 hatte er jahrzehntelang Platz eins innegehabt, war dann aber von Toyota überholt worden.

Rang zwei hinter General Motors Börsen-Chart zeigen eroberte ein deutscher Konzern. Volkswagen Börsen-Chart zeigen steigerte seinen Absatz früheren Angaben zufolge auf 8,156 Millionen Fahrzeuge. Erklärtes Ziel der Konzernstrategie war es bislang, den Marktführer Toyota bis zum Jahr 2018 zu schlagen. Dieses Ziel ist nun deutlich früher erreicht, vor allem jedoch dank der Probleme des Wettbewerbers.

An dritter Stelle folgt Toyota Börsen-Chart zeigen mit 7,9 Millionen, ein Rückgang von etwa 6 Prozent. Endgültige offizielle Zahlen werden erst Ende dieses Monats veröffentlicht. Den Japanern machten im vergangenen Jahr das verheerende Erdbeben in Japan sowie die Überschwemmungen in Thailand zu schaffen. 2010 führte Toyota noch die Liste der größten Hersteller an. Inzwischen steigern die Japaner ihre Produktion aber wieder, um die geleerten Lager wieder zu füllen und in wachsenden Märkten wie Brasilien oder China voranzukommen. 2012 will der Konzern seinen Absatz um 20 Prozent auf 8,48 Millionen Fahrzeuge steigern.

Branchenbeobachter sehen den Konzern jedoch auch in härterem Wettbewerb. "Toyotas größtes Problem ist, dass selbst ohne die Naturkatastrophen der Absatz nicht wirklich wächst", sagte Kohei Takahashi von JP Morgan. "Das Ranking ist nicht so wichtig, aber sie brauchen eine überzeugende Strategie, um ihren Absatz zu steigern." Mit Kleinwagen für Schwellenländer liege Toyota hinter Wettbewerbern wie Nissan Börsen-Chart zeigen oder Hyundai Börsen-Chart zeigen zurück.

Zählt man die Verkäufe der miteinander verbundenen Unternehmen Renault Börsen-Chart zeigen, Nissan und Lada zusammen, ist Toyota sogar auf Rang vier zurückgefallen. Die französisch-japanisch-russische Gruppe setzte zusammen 8,03 Millionen Autos ab, inklusive 638.000 von Lada. An dem russischen Hersteller Avtovaz ist Renault mit 25 Prozent beteiligt.

Der südkoreanische Konzern Hyundai Börsen-Chart zeigen kam zusammen mit der Tochtergesellschaft Kia auf 6,53 Millionen verkaufte Autos.

ak/rtr

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