Samstag, 7. Dezember 2019

Dezember-Absatz US-Bürger kaufen mehr Autos

Im US-Fieber: Wie deutsche Autobauer in Amerika Gas geben
DPA

In den USA sind die Autoverkäufe im Dezember deutlich gestiegen. Sowohl Chrysler als auch Volkswagen setzten jeweils rund 36 Prozent mehr Wagen ab. Für den ungewöhnlichen Jahresendspurt machen Beobachter lange Zeit aufgeschobene Käufe und hohe Rabatte verantwortlich.

Detroit - Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten haben sich viele US-Amerikaner zu Weihnachten einen neuen Wagen gekauft. Bei Volkswagen Börsen-Chart zeigen stiegen die Verkäufe im Dezember verglichen zum Vorjahresmonat um 36 Prozent auf 32.500 Autos. "Das war unser bester Dezember seit 1972", sagte Nordamerika-Chef Jonathan Browning am Mittwoch.

Volkswagen greift massiv auf dem US-Markt an. Verkaufsschlager ist die mittelgroße Limousine Jetta, die aus dem Werk im mexikanischen Puebla stammt. Für den neuen großen US-Passat hatte VW eigens eine Fabrik in den USA errichtet. Bei beiden Modellen hatte VW den Einstiegspreis gegenüber den Vorgängern gesenkt, um mit den in den Vereinigten Staaten starken Japanern und Südkoreanern konkurrieren zu können.

Chrysler steigert Absatz um 37 Prozent

Bei Chrysler stiegen die Verkäufe im Dezember um 37 Prozent auf 138.000 Stück. Das sei der beste Monat seit mehr als dreieinhalb Jahren gewesen, erklärte der drittgrößte US-Autobauer. Die beliebtesten Modelle waren der Geländewagen Jeep Grand Cherokee und die Pick-ups von Ram.

Der Jahresendspurt bei den Autoverkäufen in den USA hat mehrere Gründe: Zum einen ist die Arbeitslosigkeit zurückgegangen und viele Menschen haben wieder mehr Vertrauen in die Zukunft. Zum anderen müssen sich viele Amerikaner einen neuen Wagen zulegen, weil sie die Anschaffung in der Rezession aufgeschoben hatten und das alte Auto nun schlicht auseinanderfällt. Überdies hatten die Autohersteller vor Weihnachten mit satten Rabatten gelockt.

Die Absatzzahlen der übrigen Hersteller werden noch im weiteren Tagesverlauf erwartet. Aus deutscher Sicht wird noch spannend, ob Mercedes oder BMW den Titel des größten Premiumanbieters in den Vereinigten Staaten erringt. Auch die VW-Tochter Audi hatte zuletzt kräftig zulegen können, während Toyotas Premiummarke Lexus schwächelte.

rei/dpa-afx

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