Opel FAS weist Vorwürfe von Franz zurück

Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" sieht einer drohenden Klage des scheidenden Opel-Betriebsratschefs Klaus Franz gelassen entgegen. Man habe eine "höchst fragwürdige Praxis aufgedeckt" und werde auch künftig über vergleichbare Vorgänge berichten. Bei dem Streit geht es um Sonderzahlungen an den Opel-Betriebsrat.
Sieht seinen Ruf beschädigt: Opel-Betriebsrat Franz

Sieht seinen Ruf beschädigt: Opel-Betriebsrat Franz

Foto: dapd

Hamburg - Die FAS hatte zuvor mehrfach über regelmäßige Sonderzahlungen an den Betriebsrat von Opel berichtet. Mit diesem Geld seien die Arbeitnehmervertreter gegenüber anderen Beschäftigten bevorteilt und so geschmiert worden. Betriebsratschef Franz sieht darin eine "Rufschädigungskampagne" und kündigte rechtliche Schritte an.

In einer Stellungnahme betonte ein Sprecher der FAS, die Redaktion werde vergleichbare Vorgänge auch in Zukunft in ihrer Berichterstattung aufgreifen. Die Redaktion habe bei Opel eine "höchst fragwürdige Praxis aufgedeckt", die auch die Staatsanwaltschaft bewogen habe, den Vorgang zu untersuchen. Dass Opel die "Funktionszulagen" vorerst abgeschafft habe, spreche für sich, so der Sprecher der Sonntagszeitung.

Franz will sich gegen "Rufschädigungskampagne" wehren

Franz hat in einem Interview mit dem manager magazin damit gedroht, die FAS zu verklagen, sobald das Verfahren gegen ihn eingestellt sei. Er halte sowohl zivilrechtliche als auch strafrechtliche Schritte gegen die FAS für möglich. Die Vorwürfe gegen ihn bezeichnete er als Rufschädigungskampagne, die auf Lügen und Halbwahrheiten basiere.

Die Staatsanwaltschaft Darmstadt ermittelt wegen der Zahlungen nicht nur gegen Franz, sondern auch gegen Opels Vorstandsvorsitzenden Karl-Friedrich Stracke und Personalchef Holger Kimmes. Franz hält dagegen, es sei gesetzlich zulässig, Betriebsräte - wie bei Opel praktiziert - "beispielsweise für Mehrarbeit, Dienstreisen und Rufbereitschaft pauschal zu bezahlen".

Mehr lesen über Verwandte Artikel