Freitag, 6. Dezember 2019

Gewinnprognose halbiert Toyota schreibt Katastrophenjahr ab

Toyota Yaris: Neue Modelle konnten Toyota-Jahresergebnis nicht retten

Der langjährige Autochampion muss einen schmerzenden Schlussstrich unter das Jahr 2011 ziehen: Toyoa hat seine Gewinnprognose zusammengestutzt. Den Japanern ist es nicht gelungen, die Folgen der Tsunami- und Atomkatastrophe sowie kostspieliger Technikpannen auszugleichen.

Tokio - Der schwer gebeutelte japanische Autoriese Toyota schraubt seine Jahresprognose wegen der Flutkatastrophe in Thailand und des starken Yen drastisch zurück. Wie der langjährige Weltmarktführer am Freitag bekanntgab, dürfte sich der Nettogewinn für das noch bis zum 31. März 2012 laufende Gesamtgeschäftsjahr auf 180 Milliarden Yen (1,7 Milliarden Euro) mehr als halbieren und damit nicht wie noch im August geschätzt auf 390 Milliarden Yen belaufen.

Wegen der unabsehbaren Folgen der Flutkatastrophe in Thailand hatte Toyota bei der Vorlage der Halbjahresbilanz im November noch darauf verzichtet, eine neue Prognose für das Gesamtjahr abzugeben. Jetzt rechnet der Konzern damit, dass der Umsatz sich auf 18,2 Billionen Yen belaufen dürfte. Im August waren noch 19 Billionen Yen in Aussicht gestellt worden.

Im ersten Halbjahr war der Gewinn drastisch gesunken, Produktionsausfälle und der starke Yen waren der Grund. Zunächst hatten millionenfache Rückrufe sowie der von dem Erdbeben ausgelöste Tsunami im März Toyota enorme Produktionsausfälle und Absatzprobleme beschert. Die Lage hatte sich zwar zunehmend normalisiert, doch dann kamen der starke Yen sowie die Flutkatastrophe in Thailand hinzu.

In mehreren Staaten, darunter in den USA, Indonesien und den Philippinen, musste Toyota die Produktion wegen Teilemangels kürzen. Inzwischen bekommt Toyota die Lage vor Ort wieder in den Griff.

kst/rtr

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