Mittwoch, 20. November 2019

Audi, BMW, Daimler Nobelautobauer im Absatzrausch

Tokio Motor Show: Premiumautos von Audi, BMW und Daimler sind trotz Schuldenkrise weltweit gefragt. Die Hersteller werden 2011 einen neuen Absatzredkord erzielen

Die Premiumhersteller BMW, Audi und Daimler haben auch im November wieder deutlich mehr Autos verkauft. Sie werden ihre angekündigten Absatzrekorde zum Jahresende erreichen oder sogar übertreffen.

München - BMW machte Börsen-Chart zeigen mit einem weiteren Absatzrekord bereits nach elf Monaten das beste Jahr der Firmengeschichte perfekt. Weltweit verkaufte BMW im vergangenen Monat 138.978 Autos, 7,7 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie der Dax-Konzern am Mittwoch in München mitteilte.

Seit Januar setzte der Autohersteller damit 1,51 Millionen Fahrzeuge ab. "In den ersten elf Monaten des laufenden Jahres haben wir damit bereits mehr Fahrzeuge verkauft als im Gesamtjahr 2010 und auch den Absatz des Rekordjahres 2007 bereits übertroffen", sagte Vertriebsvorstand Ian Robertson. Das eigene Ziel, in diesem Jahr mehr als 1,6 Millionen Autos zu verkaufen, ist damit fast erreicht.

Besonders deutlich legte im November erneut Audi zu. Weltweit setzten die Ingolstädter dank der weiter steigenden Nachfrage in China, aber auch wegen der wachsenden Verkäufe auf dem deutschen Heimatmarkt rund 111.400 Autos ab - ein Plus von 28 Prozent, wie Audi Börsen-Chart zeigen am Mittwoch mitteilte. Kurz vor Jahresende bleibt die VW-Tochter damit auf Rekordkurs. Seit Januar verkaufte Audi rund 1,193 Millionen Autos und ist damit dicht vor dem Ziel, in diesem Jahr 1,3 Millionen Fahrzeuge abzusetzen. "In Deutschland werden wir dieses Jahr zum ersten Mal seit 2008 wieder mehr als 250.000 Autos verkaufen", sagte Vertriebsvorstand Peter Schwarzenbauer.

Auch bei Daimler Börsen-Chart zeigen scheint einen Monat vor Jahresende der Absatzrekord erreicht zu sein. Im November verkauften die Stuttgarter 122.325 Wagen der Automarken Mercedes-Benz, Smart, AMG und Maybach - 9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Insgesamt hat Daimler in seiner Pkw-Sparte 2011 schon 1,231 Millionen Autos abgesetzt - auf Elf-Monats-Sicht sind das 7 Prozent Zuwachs. Das Ziel, im Gesamtjahr 1,35 Millionen Autos zu verkaufen, ist damit fast erreicht.

Anders als Massenhersteller wie Fiat Börsen-Chart zeigen oder Renault Börsen-Chart zeigen fuhren die Nobelhersteller zuletzt einen Monatsrekord nach dem anderen ein. Andere Branchen blicken verblüfft auf die Unternehmen, Zulieferer hoffen, dass sich die Konzerne weiterhin keine Konjunktursorgen machen müssen.

Global bleiben für BMW und Audi Schwellenländer die größten Wachstumstreiber. Audi brachte allein im November in China gut zwei Drittel mehr Autos an die Kunden. BMW rühmte sich, in den Märkten Brasilien, Russland, Indien, Südkorea und der Türkei den Absatz seit Jahresbeginn um jeweils mehr als 38 Prozent gesteigert zu haben.

rei/dpa/reuters

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