Rückschlag Opel schreibt wieder rote Zahlen

Im zweiten Quartal sah es noch gut aus, doch dann brach der Absatz weg: Der Autobauer Opel ist in den vergangenen drei Monaten erneut in die roten Zahlen gerutscht. Auch im Gesamtjahr erwartet der Mutterkonzern General Motors nun keinen Gewinn mehr in Europa.
Opel-Fertigung in Rüsselsheim: Der Autobauer schreibt wieder rote Zahlen

Opel-Fertigung in Rüsselsheim: Der Autobauer schreibt wieder rote Zahlen

Foto: Michael Probst/ AP

Detroit/Rüsselsheim - Rückschlag für den Autobauer Opel: Im dritten Quartal gab es wieder rote Zahlen bei der Tochter des US-Autoriesen General Motors (GM) - obwohl mehr Fahrzeuge verkauft wurden als ein Jahr zuvor. 292 Millionen Dollar (213,8 Millionen Euro) operativen Verlust (Ebit) verbuchte GM nach Angaben vom Mittwoch für sein Europa-Geschäft mit den Hauptmarken Opel und Vauxhall.

Das war zwar deutlich weniger als ein Jahr zuvor mit 559 Millionen Dollar operativem Verlust. Doch das zweite Quartal dieses Jahres hatte Hoffnung auf mehr gemacht: Damals hatte Opel zum ersten Mal seit Jahren wieder einen Gewinn eingefahren. Allerdings hatte das Management bereits darauf hingewiesen, dass es zum Jahresende mit schwächeren Geschäften rechne. Im dritten Quartal wurden 279.000 Fahrzeuge der Marken Opel/Vauxhall verkauft, etwas mehr als im Vorjahreszeitraum (273.000).

Folge: Für das Europa-Geschäft nahm GM sein Ziel zurück, auf bereinigter Ebit-Basis im Gesamtjahr die Verlustzone hinter sich zu lassen. Das sei wegen der wirtschaftlichen Lage dort nicht zu schaffen.

GM insgesamt kam im Zeitraum Juli bis Ende September auf 1,7 Milliarden Dollar Gewinn - nach rund zwei Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg binnen Jahresfrist um 2,6 Milliarden auf 36,7 Milliarden Dollar. GM-Chef Dan Akerson sprach in einer Mitteilung von einem "soliden Quartal": "Aber solide ist nicht gut genug, erst Recht nicht in einem rauen weltwirtschaftlichen Umfeld."

Netto wies der US-Autobauer damit einen Gewinn von 1,03 Dollar je Aktie aus. Im vergangenen Jahr waren es noch 1,20 Dollar je Aktie gewesen. Mit dem aktuellen Zwischenbericht übertraf der Konzern allerdings die Prognose von Analysten. Sie hatten mit einem Gewinn je Anteilsschein von 0,96 Dollar gerechnet.

Die GM-Aktie gab vorbörslich mehr als 4 Prozent nach.

cr/dpa/rtr

Mehr lesen über

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.