Rekordquartal BMW glänzt mit Bestwerten

Rekordquartal trotz Euro-Schuldenkrise: Der Münchener Autobauer BMW hat das beste dritte Quartal in der Geschichte des Unternehmens verzeichnet. Für das Gesamtjahr bekräftigte das Unternehmen seine Ziele.
Bau des BMW ActiveE: Unter den deutschen Nobelmarken ist BMW die Nummer eins

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München - Der Überschuss legte im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent auf 1,08 Milliarden Euro zu, wie der Dax-Konzern mitteilte. Vor einem Jahr waren es noch 870 Millionen Euro. Der Umsatz wuchs vergleichsweise nur um 3,8 Prozent auf 16,55 Milliarden Euro. Damit übertraf das Unternehmen erneut Schätzungen von Finanzexperten.

"Wir haben das bislang beste dritte Quartal in der Geschichte des Unternehmens verzeichnet", sagte Konzernchef Norbert Reithofer. BMW  kam vor allem die weltweit weiter wachsende Nachfrage nach Nobelwagen zugute.

Unbeeindruckt von der Krisenangst rechnet das Unternehmen für die letzten Wochen des Jahres mit insgesamt stabilen gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen. Für das Gesamtjahr bekräftigte das Unternehmen seine Ziele. Die Autosparte mit den Marken BMW, Mini und Rolls-Royce will mehr als 1,6 Millionen Wagen verkaufen. In den ersten neun Monaten des Jahres wurden bereits 1,23 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert, 16 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Die operative Marge soll im laufenden Jahr bei den Autos bei mehr als 10 Prozent herauskommen. Auch an den schon lange ins Auge gefassten Zielen für das nächste Jahr halten die Münchener fest. Demnach soll die Autosparte ab 2012 eine Rendite von 8 bis 10 Prozent erreichen.

Gewinn in den ersten neun Monaten verdoppelt

In den ersten neun Monaten summiert sich der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von BMW auf fast 6,5 Milliarden Euro. Vor einem Jahr waren es 3,35 Milliarden gewesen. Unter dem Strich steht nach drei Quartalen ein Plus von 4,1 Milliarden Euro, mehr als doppelt soviel wie vor einem Jahr und deutlich mehr als im gesamten Jahr 2010.

Damit fährt BMW den anderen beiden deutschen Nobelmarken weiter davon. Audi  hatte gestern endgültige Zahlen vorgelegt. Der operative Gewinn der VW-Tochter wuchs zwischen Januar und September um 1,7 Milliarden auf fast vier Milliarden Euro. Der Umsatz wuchs im gleichen Zeitraum um 24,6 Prozent auf 32,4 Milliarden Euro.

Der dritte deutsche Oberklassehersteller Daimler  musste in den ersten neun Monaten einen finanziellen Dämpfer hinnehmen, vor allem wegen der Kosten für den Anlauf neuer Modelle. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern sank zwischen Januar und September von 2,42 im Vorjahreszeitraum auf 1,97 Milliarden Euro.

mg/dpa
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