Gewinn fällt MAN spürt nachlassende Konjunktur

Der Lastwagen- und Motorenbauer MAN spürt erste Anzeichen einer nachlassenden Wirtschaftsdynamik. Der Gewinn im dritten Quartal fällt leicht zurück, der Auftragseingang schwächt sich ab. Gleichwohl bestätigt der Konzern seine Jahresprognose.
Lastwagenbauer: Die Branche gilt als Seismograph der Wirtschaftsentwicklung

Lastwagenbauer: Die Branche gilt als Seismograph der Wirtschaftsentwicklung

Foto: A3462 Marcus Führer/ dpa

München - Die nachlassende Wirtschaftsdynamik hat bei MAN  im dritten Quartal erstmals auch Bremsspuren beim Ergebnis hinterlassen. Der Münchner Lastwagen- und Dieselmotorenbauer steigerte seinen Umsatz verglichen mit dem Vorjahreszeitraum noch um rund 7 Prozent auf vier Milliarden Euro, verdiente aber weniger Geld als vor einem Jahr, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte.

Unter dem Strich verbuchte das Unternehmen einen Gewinn von rund 171 Millionen Euro, nachdem vor einem Jahr noch 180 Millionen Euro in den Büchern standen. Trotz der zuletzt etwas trüberen Aussichten bekräftigte MAN den Ausblick für 2011, gibt sich für das kommende Jahr allerdings deutlich zurückhaltender.

Gleichwohl spürt der Konzern ebenso wie die Wettbewerber die Vorboten einer nachlassenden Nachfrage: Der Auftragseingang schwächte sich im dritten Quartal leicht ab auf 4,096 Milliarden Euro. Damit lag der Wert der Neubestellungen niedriger als in den beiden Vorquartalen, aber immer noch zehn Prozent höher als vor Jahresfrist.

Die Branche gilt als ein Barometer für die Wirtschaftsentwicklung, weil sich bei den Kunden der Lastwagenbauer das Bestellverhalten rasch der Konjunktur anpasst. "Die nachlassende gesamtwirtschaftliche Dynamik spiegelt sich auch in der Geschäftsentwicklung von MAN", schrieb Vorstandschef Georg Pachta-Reyhofen in dem Bericht.

rei/dpa/reuters
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