Montag, 18. November 2019

Absatz August VW schlägt BMW und Daimler

VW-Autos in der Autostadt Wolfsburg: Absatz um 9,5 Prozent gesteigert

Der Boom bei Deutschlands Autobauern hält trotz der Konjunkturabkühlung an. Sowohl BMW als auch Volkswagen haben im August mehr Fahrzeuge verkauft als im Vorjahresmonat. Den höchsten Zuwachs erzielte Europas größter Autokonzern.

München/Wolfsburg - Im August verkaufte BMW 110.891 Fahrzeuge und erzielte damit einen neuen Bestwert für den Sommermonat. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat legten die Auslieferungen um 7,4 Prozent zu.

Für den September stellte Vertriebsvorstand Ian Robertson ein zweistelliges Absatzplus in Aussicht. "Wir liegen voll auf Kurs, im Gesamtjahr beim Absatz wie geplant eine neue Bestmarke von über 1,6 Millionen Automobilen zu erreichen."

Besonders der kompakte Geländewagen X3 und der 5er-BMW wurden stark nachgefragt. Der Absatz der Kernmarke BMW kletterte um 7,8 Prozent auf 94.882 Wagen. Die britischen Tochter Mini verkaufte 15.761 Autos und damit 5,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Seit Jahresbeginn erzielte BMW Börsen-Chart zeigen einen Absatzzuwachs von 16,8 Prozent auf 1,073 Millionen Wagen. Damit wurde erstmals schon im August die Millionengrenze überschritten.

VW legt um 9,5 Prozent zu

Auch Volkswagen Börsen-Chart zeigen konnte den Absatz im August weltweit um 9,5 Prozent auf 389.000 Autos steigern. Damit hat der Konzern seit Anfang des Jahres 3,34 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert, ein Plus von 12,1 Prozent im Vergleich zu den ersten acht Monaten 2010.

Vertriebschef Christian Klingler erklärte, zum ersten Mal seien nach zwei Dritteln eines Jahres deutlich mehr als drei Millionen Autos verkauft worden. Wegen der konjunkturellen Abkühlung in einigen Ländern mahnte der Manager aber zur Vorsicht: "Trotzdem beobachten wir die Entwicklungen auf den weltweiten Automobilmärkten sehr genau." 2011 will VW im Gesamtkonzern die Schwelle von acht Millionen Fahrzeugen knacken, Ende Juni war schon über die Hälfte erreicht.

Die Märkte in Osteuropa, Asien und den USA legten zwischen Januar und August am stärksten zu. In Russland konnte Volkswagen die Zahl der ausgelieferten Autos mehr als verdoppeln, absolut gesehen blieb sie mit knapp 67.000 aber noch auf einem vergleichsweise geringen Niveau. In Zentral- und Osteuropa betrug das Plus über 45 Prozent.

Daimler steigert Verkäufe um 7,4 Prozent

In den Vereinigten Staaten, wo Volkswagen im Mai das neue Werk Chattanooga (Bundesstaat Tennessee) eröffnet hatte, wurden fast 22 Prozent mehr Autos an die Kunden gebracht. Der wichtigste Einzelmarkt China wuchs um 11,3 Prozent, hier verkaufte die Marke VW-Pkw innerhalb von acht Monaten mehr als 1,1 Millionen Fahrzeuge.

Etwas schwächer, aber immer noch deutlich fiel die Steigerung auf dem deutschen Heimatmarkt aus. Bis Ende August konnte VW knapp 400.000 Autos ausliefern (plus 9 Prozent). In ganz Westeuropa außer Deutschland waren es 3,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Bereits gestern hatte Audi Börsen-Chart zeigen die Absatzzahlen für August bekanntgegeben. Die VW-Tochter verkaufte mit 94.100 Wagen 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Konkurrent Daimler Börsen-Chart zeigen legte um 7,4 Prozent auf 93.162 Wagen zu.

mg/dpa

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