Aktion in VW-Stammwerk Greenpeace fordert mehr Klimaschutz

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat den Volkswagen-Konzern aufgerufen, mehr für den Klimaschutz zu tun. In Wolfsburg entrollten Greenpeace-Aktivsten ein Plakat mit der Aufschrift "Climate Change made in Germany". VW reagierte mit Verwunderung.
Transparent der Greenpeace-Aktivisten: Die Umweltorganisation fordert Volkswagen auf, strengere Vorschriften für den CO2-Ausstoß von Autos nicht zu blockieren

Transparent der Greenpeace-Aktivisten: Die Umweltorganisation fordert Volkswagen auf, strengere Vorschriften für den CO2-Ausstoß von Autos nicht zu blockieren

Foto: dapd

Wolfsburg - Mit einer Aktion im Volkswagen-Stammwerk in Wolfsburg hat die Umweltorganisation Greenpeace von dem Konzern größere Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel gefordert. Aktivisten befestigten am Donnerstagmorgen an der Fassade des alten VW-Kraftwerksgebäudes ein 16 mal 7 Meter großes Transparent mit der Aufschrift "Climate Change made in Germany" (Klimawandel hergestellt in Deutschland). Ein VW-Sprecher reagierte mit Verwunderung und erneuerte das Gesprächsangebot des Konzern an Greenpeace.

Die Umweltorganisation forderte Volkswagen auf, strengere Vorschriften für den CO2-Ausstoß von Autos nicht durch Lobbyarbeit zu blockieren. "Das schmutzigste Golf-Modell wird am meisten verkauft - VW könnte auch anders", sagte ein Greenpeace-Sprecher.

Bereits im Juni hatte Greenpeace den VW-Werbespot "The Force" weitergedreht und damit das aus Sicht der Organisation mangelhafte Umweltbewusstsein des Konzerns angeprangert. Damals erklärte ein Volkswagen-Sprecher, er könne die Kritik nicht nachvollziehen und bot Greenpeace einen Dialog an.

Konzernsprecher Stephan Grühsem sagte: "Wir sind erneut verwundert, dass sich Greenpeace mit dieser Aktion gegen Volkswagen richtet. Wir werden in wenigen Tagen auf der IAA in Frankfurt die effizienteste und umweltfreundlichste Fahrzeugpalette präsentieren."

Grühsem warb für den neuen Kleinwagen Up, der mit einem Ausstoß von 79 Gramm CO2 pro Kilometer ein "Umwelt-Champion" sei. Das sei der beste Beweis für ein verantwortungsvolles Handeln bei der Senkung der CO2-Emissionen. "Wir haben Greenpeace Gesprächsangebote unterbreitet, die bedauerlicherweise nicht angenommen wurden", fügte der Sprecher hinzu.

sk/dapd
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