Daimler Deutsche Käufer treiben Mercedes-Absatz

Daimler hat dank der hohen Nachfrage aus Deutschland und Westeuropa auch im August mehr Autos verkauft. Schwächer lief das Geschäft in den USA und in China. Der Konzern macht dafür Modellwechsel verantwortlich.
Kernmarke legt kräftig zu: Mercedes steigerte seinen Absatz im August um 7,9 Prozent

Kernmarke legt kräftig zu: Mercedes steigerte seinen Absatz im August um 7,9 Prozent

Foto: Bernd Weissbrod/ dpa

Stuttgart - Der Autoabsatz von Daimler  legte im August um 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 93.162 Wagen zu, teilte der Konzern am Montag mit. Davon gingen 87.384 auf das Konto der Kernmarke Mercedes-Benz, die um 7,9 Prozent wuchs.

Zudem wurden 5778 Smarts verkauft, was einem kleinen Plus von 0,5 Prozent entspricht. "Für das zweite Halbjahr rechnen wir insgesamt mit einem starken Absatz und wollen im Vergleich zum Vorjahr wachsen", sagte Vertriebschef Joachim Schmidt. Für zusätzliche Impulse sollen die Neuauflagen der M- und B-Klasse sorgen. Im Gesamtjahr wollen die Schwaben auf mehr als 1,35 Millionen Auslieferungen kommen, nach acht Monaten waren es 867.379 Fahrzeuge.

Besonders hoch fiel der Zuwachs der Marke Mercedes-Benz im August in Deutschland mit gut 23 Prozent aus. In ganz Westeuropa stiegen die Verkäufe um fast 14 Prozent.

Weniger dynamisch zeigte sich weiter der chinesische Markt: Nach einem Minus im Juli aufgrund des Modellwechsels bei der C-Klasse, gab es dort nun ein Plus von 3,2 Prozent. In den USA schrumpften die Verkäufe um knapp 2 Prozent. Hier wurde ebenfalls der Modellwechsel bei der C-Klasse als Grund genannt. Besonders beliebt waren im August wieder die Geländewagen der Marke, wie die M- und GLK-Klasse.

Daimler-Chef Dieter Zetsche kündigte indes an, seinen Führungsanspruch im Premiumsegment mit neuen Volumenzielen zu untermauern: "Wir haben das Ziel, hinsichtlich Profitabilität und Absatz die Nummer 1 im Premiumsegment zu werden", sagte Zetsche im Gespräch mit der Fachzeitschrift "Automotive News Europe" (Montag) an. "Das Markenleitbild war der erste Schritt. Der zweite Schritt war der Leitspruch "Das Beste oder Nichts". Und der dritte Schritt ist nun, unsere Ansprüche auch klar mit Volumenzielen zu unterlegen", so Zetsche weiter.

Vergangenes Jahr hatte Daimler angekündigt, für die Kernmarke Mercedes-Benz im Jahr 2015 rund 1,5 Millionen Einheiten zu verkaufen. Audi will diese Messlatte nach jüngsten Aussagen schon 2014 reißen.

10.000 neue Mitarbeiter in diesem Jahr

Parallel zum wachsenden Absatz steigt auch die Zahl der Mitarbeiter: "Dieses Jahr werden wir weltweit mehr als 10.000 Neueinstellungen vornehmen, davon rund 4000 in Deutschland", sagte Zetsche. Ende 2010 beschäftigte Daimler weltweit 260.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in Deutschland waren es 164.000.

Eine klare Absage erteilte Zetsche Versuchen, wieder im Volumensegment tätig zu werden, nachdem sein Vorgänger Jürgen Schrempp mit der Integration von Chrysler und Mitsubishi gescheitert ist: "Wir sind ein Premiumhersteller. Bei spezifischen Themen, wo Volumen eine große Rolle spielt, sind Kooperationen wie etwa mit Renault eine gute Lösung. Darüber hinaus haben wir nicht vor, uns im Volumensegment selbst zu engagieren."

rei/dpa/dpa-afx
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