US-Autoabsatz Deutsche Hersteller verlieren Marktanteile

Diese Runde geht an die amerikanischen Autobauer: Im August griffen die US-Autokäufer vor allem zu Wagen heimischer Marken. Die deutschen Hersteller schnitten dagegen vergleichsweise schwach ab. Japans Autoriese Toyota ist nach starken Einbußen nur noch Nummer vier.
Langsamer nach starkem Start: In den Monaten nach Eröffnung des neuen Passat-Werks in Tennessee verbuchte Volkswagen noch hohe Wachstumsraten

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Foto: DPA

Detroit - Volkswagen und Mercedes haben im August in den USA nicht so stark zugelegt wie viele Konkurrenten - der Absatz von BMW stagnierte sogar. Insgesamt stieg der Absatz von Autos und leichten Nutzfahrzeugen einer Aufstellung des Marktforschers Autodata zufolge um 7,5 Prozent auf 1,07 Millionen Stück. Die US-Hersteller legten dabei insgesamt 18 Prozent zu, während die asiatischen Hersteller vor allem wegen der Probleme bei Toyota und Honda, die noch unter den Folgen des Erdbebens und Tsunamis im März leiden, insgesamt einen Rückgang von 2,4 Prozent hinnehmen mussten.

US-Branchenprimus General Motors  steigerte den Absatz um 18 Prozent auf 218.500 Fahrzeuge. GM-Verkaufschef Don Johnson sprach am Donnerstag von einem guten Lauf und zeigte sich auch für die Zukunft zuversichtlich: "Wir sind verhalten optimistisch, dass wir in den nächsten Monaten ein Wachstum der US-Wirtschaft sehen werden." Zuletzt hatten eine anhaltend hohe Arbeitslosigkeit sowie die Sorge vor einer Schuldenkrise auf die Stimmung der Verbraucher gedrückt.

Der zu Fiat  gehörende Hersteller Chrysler wurde 130.100 Pick-up-Trucks, Geländewagen und Pkw los und schraubte seine Verkäufe damit sogar um 31 Prozent nach oben. Ford  legte um 11 Prozent auf 175.200 Fahrzeuge zu. Auch einige asiatische Autobauer wie Hyundai  und Nissan  verbesserten sich deutlich - das wurde allerdings von dem 13-prozentigen Rückgang bei Toyota  auf 129.483 Stück und dem Minus bei Honda  von 24 Prozent aufgezehrt. Toyota ist damit nur noch Nummer vier hinter den "Big Three" aus Detroit.

Auch die deutschen Hersteller konnten die zuletzt deutlichen Zuwächse in den USA im August nicht fortsetzen. So verkaufte Volkswagen  mit 25.200 Jetta, Golf oder Tiguan nur 10 Prozent mehr als vor einem Jahr. Davor hatte VW deutlich stärker zulegen können. Der Autobauer Daimler  konnte nur dank des höheren Absatzes von Transportern um rund 5 Prozent zulegen. Bei BMW  stagnierte die Zahl der verkauften Wagen wegen eines Einbruchs bei der Marke Mini. Der von Volkswagen kontrollierte Sportwagenbauer Porsche  legte um 7 Prozent auf 2200 Sport- und Geländewagen zu.

In den vergangenen Monaten hatte es vor allem Volkswagen wiederholt geschafft, die Konkurrenz auszustechen. VW-Amerikachef Jonathan Browning machte unter anderem den Wirbelsturm "Irene" für das Abschneiden verantwortlich - ein guter Teil der Kunden sitzt in den betroffenen Gebieten an der Ostküste. und dem neuen Beetle stehen aber zwei neue Modelle in den Startlöchern, von denen sich VW hohe Verkaufszahlen erhofft.

ak/dpa-afx

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