Eigner trennt sich von Anteilen Saab zahlt Gehälter aus Aktienverkauf

Der angeschlagene Autobauer Saab will eigene Aktien verkaufen, um die Gehälter der Mitarbeiter zahlen zu können. Die Beschäftigten sollen noch in dieser Woche ihr Geld bekommen.
Erneuter Anlauf der Produktion verzögert sich: So kann Saab die Löhne zum zweiten Mal in diesem Sommer nicht zahlen

Erneuter Anlauf der Produktion verzögert sich: So kann Saab die Löhne zum zweiten Mal in diesem Sommer nicht zahlen

Foto: Thomas Johanssonn/ dpa

Stockholm - Der Eigner des angeschlagenen schwedischen Autoherstellers Saab verkauft Aktien, um die Juli-Gehälter für die 1600 Angestellten auszahlen zu können. Die niederländische Eignergesellschaft Swedish Automobile werde fünf Millionen Aktien an die Kapitalgesellschaft GEM Global Yield Fund Limited abgeben, teilte Saab in Trollhättan mit. Der genaue Preis sei von der Kursentwicklung der kommenden zehn Tage abhängig.

"Saab erwartet, dass die Gehälter für die Angestellten noch in dieser Woche ausgezahlt werden können", hieß es in der Unternehmensmitteilung weiter. Ende Juni hatte das Unternehmen schon einmal die Gehälter und auch die Löhne für die Arbeiter nicht termingerecht überweisen können.

Wegen des Stillstands der Produktion seit April wegen unbezahlter Rechnungen an Zulieferer galt Saab zeitweise als insolvenzgefährdet. Nach verschiedenen Zusagen für neues Kapital über 61 Millionen Euro sollen ab Ende August wieder Autos von den Bändern in Trollhättan laufen. Im Stammwerk arbeiten 3700 Beschäftigte.

sk/dpa-afx
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