Deutscher Markt Autoabsatz legt um 10 Prozent zu

Eine hohe Nachfrage nach Dieselfahrzeugen hat den deutschen Pkw-Markt im Juli angetrieben. Trotz eingetrübter Konjunkturaussichten wuchs der Absatz um ein Zehntel. Noch stärker legte der Markt für Nutzfahrzeuge zu.
Den nehm' ich: Autofahrer in Deutschland bleiben in Kauflaune

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Foto: dapd

Hamburg/Bad Homburg - Der deutsche Automarkt widersteht Abkühlungstendenzen in der Wirtschaft und hat auch im Juli ein robustes Wachstum von 10 Prozent auf 261.000 Neuzulassungen hingelegt. Von Januar bis Juli sind damit knapp 1,88 Millionen Wagen neu auf die Straßen gekommen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg der Absatz um 10,4 Prozent, wie der Importeursverband VDIK am Dienstag in Bad Homburg mitteilte.

Die Industrie geht davon aus, dass der Aufwärtstrend weitergeht: "Die Auftragsbücher der Automobilindustrie sind gut gefüllt, und je nach Marke und Pkw-Segment gibt es zurzeit unterschiedlich lange Lieferzeiten", erklärte VDIK-Präsident Volker Lange.

Erst vor zwei Wochen war der Ifo-Geschäftsklimaindex überraschend stark gesunken, von 114,5 auf 112,9 Punkte. Die Unternehmen bewerten demnach ihre aktuelle Lage und ihre Geschäftsaussichten im zweiten Halbjahr schlechter.

Die Neuzulassungen von Pkw-Dieselmodellen wachsen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 26 Prozent auf über 875.000 Fahrzeuge, ihr Anteil erreicht damit 46,5 Prozent. Hier deutet sich eine starke Nachfrage nach Dienstwagen an, die öfter als Privatautos mit sparsamen Dieseln bestellt werden.

Auch der Nutzfahrzeugmarkt legt im Juli um 18 Prozent zu und erreicht rund 27.700 Neuzulassungen. An diesem Ergebnis sind laut Verband die leichten Nutzfahrzeuge mit einen Wachstum von über 20 Prozent überstark beteiligt.

nis/dapd
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