Zahlungsprobleme Saab hält Mitarbeiter erneut hin

Die Finanzspritzen halfen nur kurz: Nachdem Saab einen Millionenauftrag erhalten hatte und seine Fabrikanlagen verkaufen konnte, wurden die Gehälter im Juni fristgemäß ausgezahlt. Einen Monat später hat der angeschlagene schwedische Autohersteller erneut Zahlungsprobleme.
Saab-Logo: Seit Monaten kämpft der schwedische Autohersteller ums Überleben

Saab-Logo: Seit Monaten kämpft der schwedische Autohersteller ums Überleben

Foto: ARND WIEGMANN/ REUTERS

Stockholm - Die Löhne für den Juli könnten nicht gezahlt werden, weil Geld von außen nicht wie zugesagt überwiesen worden sei, teilte Saab mit. Man bemühe sich um eine schnelle Lösung.

Der schwedische Autohersteller galt Ende Juni als insolvenzgefährdet, als sowohl Löhne für die Arbeiter wie auch Gehälter für Angestellte erst mit Verzögerung ausgezahlt werden konnten. Danach sicherte sich Saab eigenen Angaben zufolge einen chinesischen Auftrag aus China im Wert von 13 Millionen Euro und verkaufte für 28 Millionen Euro seine Fabrikanlagen.

Anfang August sollte dann die Produktion wieder angefahren werden, dies ist inzwischen bereits auf Ende August verschoben worden. Die Bänder im Stammwerk Trolhättan stehen somit seit April fast durchgehend still.

Die Aktie der niederländischen Saab-Eignergesellschaft Swedish Automobile fiel angesichts der wachsenden Furcht vor einer Pleite des Konzerns um 11,6 Prozent auf 1,49 Euro und gehörte damit zu den größten Verlierern in Amsterdam. Seit Jahresanfang hat die Aktie drei Viertel ihres Wertes eingebüßt.

mg/dpa-afx/rtr
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