Neue Modelle Porsche setzt auf den Zauber von James Dean

Porsche-Chef Matthias Müller setzt sich ehrgeizige Wachstumsziele: Bis 2018 soll der Absatz auf 200.000 Fahrzeuge verdoppelt werden. Um das zu erreichen, sollen mindestens drei neue Modelle entwickelt werden. Auch eine Variante des berühmten James-Dean-Porsches ist im Gespräch.
An der Tankstelle: Hollywood-Legende James Dean mit seinem Porsche 550 Spyder

An der Tankstelle: Hollywood-Legende James Dean mit seinem Porsche 550 Spyder

Foto: Corbis

Düsseldorf - "Wir wollen bis 2018 mindestens 200.000 Autos verkaufen, statt vier künftig sieben Modellreihen bauen und die Beschäftigung um 50 Prozent erhöhen", sagte Porsche-Chef Matthias Müller dem "Handelsblatt". Um die Ziele zu erreichen, sollen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung um rund die Hälfte auf 1,5 Milliarden Euro im Jahr erhöht werden. Gleichzeitig dürften rund 7000 neue Stellen entstehen, so Müller.

Zu den geplanten neuen Modellen sagte der Porsche-Chef: "Ich kann mir gut vorstellen, dass wir unsere Kundschaft mit einer modernen Variante des berühmten James-Dean-Porsche überraschen." Das Projekt werde unter dem Namen 551 Spyder vorangetrieben. Eine Entscheidung für die Serienfertigung stehe aber noch aus.

Als weitere Modelle kann sich Müller eine kleine Version des viertürigen Coupes Panamera unter der Bezeichnung Pajun vorstellen. Am oberen Ende könnte es einen Supersportwagen in der Preisregion von 400.000 Euro geben. Allein von dem Cajun, der in Leipzig gebaut und 2013 auf den Markt kommen soll, sollen 50.000 Stück im Jahr verkauft werden.

In diesem Jahr will Porsche  erstmals mehr als 100.000 Autos verkaufen, nachdem im ersten Halbjahr der Absatz um rund 37 Prozent auf knapp 61.000 Fahrzeuge gestiegen war. Porsche werde sich aber kein Volumen erkaufen. "Ziel ist eine Umsatzrendite von 15 Prozent und eine Kapitalrendite von 21 Prozent", sagte Müller. Im ersten Quartal belief sich die operative Marge der Porsche AG auf knapp 22 Prozent.

Die Auffächerung der Produktpalette hatte der frühere Porsche-Chef Wendelin Wiedeking angestoßen. So entstanden neben dem Klassiker 911 - dessen neue Generation auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) im September vorgestellt wird - nach und nach die günstigere Mittelmotor-Baureihe in den Versionen Boxster und Cayman, der Geländewagen Cayenne in Zusammenarbeit mit dem VW-Konzern sowie zuletzt die Limousine Panamera.

mg/dpa-afx/rtr
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