Absatzboom BMW erwartet höhere Gewinne

Hohe Nachfrage nach Luxusautos aus Deutschland: Weil sich weltweit viele Kunden für einen BMW-Neuwagen entscheiden, macht das Unternehmen mehr Profit. BMW schraubt deshalb seine Gewinn- und Absatzprognose für das laufende Jahr nach oben. An der Börse legen die BMW-Aktien zu.
BMW: Höhere Orders, höherer Gewinn

BMW: Höhere Orders, höherer Gewinn

München - BMW hat angesichts weltweit boomender Automärkte seine Absatz- und Gewinnprognose für das laufende Jahr deutlich angehoben. Beim Absatz rechnen die Münchner nun im Vergleich zum Vorjahr mit einem Zuwachs von mehr als 10 Prozent auf mehr als 1,6 Millionen Fahrzeuge der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Bislang war das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr von einem Absatz von über 1,5 Millionen Autos ausgegangen.

Wegen der kräftig angezogenen Verkäufe erwartet BMW außerdem "eine noch deutlichere Steigerung des Konzernergebnisses vor Steuern als bislang angenommen". Eine konkrete Summe für den Gewinn nannte BMW nicht. Allerdings hob das Unternehmen die erwartete Marge für den Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 8 auf 10 Prozent an. Für 2012 nannte der Hersteller ein Margenziel von 8 bis 10 Prozent. In der Finanzsparte rechnet BMW außerdem mit einer Gewinnsteigerung von mehr als 100 Millionen Euro allein wegen gesunkener Risiken.

Die BMW-Aktie  reagierte mit einem Kurssprung auf die Anhebung und konnte sich in einem sehr schwachen Dax in die Gewinnzone absetzen; der deutsche Aktienleitindex litt heute wie fast alle europäischen Börsen unter der aufziehenden Italien-Krise. Im ersten Quartal hatte BMW mit einem Umsatzzuwachs um 29 Prozent auf 16 Milliarden Euro und einem Gewinnsprung auf 1,2 Milliarden Euro überrascht. Bis Ende April stieg der Absatz um 19,7 Prozent auf 833.400 verkaufte Autos. Damit führt BMW weltweit den Sektor der Luxusautos an.

kst/dpa/rtr
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