Sonntag, 15. Dezember 2019

BMW, Mercedes, Audi Absatzrekorde für Deutschlands Autobauer

Neue Hitliste: Die Topmodelle der deutschen Autoriesen
Getty Images

Die deutschen Premiumhersteller BMW, Mercedes und Audi melden allesamt Rekordabsatzzahlen für die erste Hälfte dieses Jahres. Ein genauer Blick offenbart allerdings Unterschiede: Am gefragtesten sind zurzeit offenbar die Fahrzeuge aus München.

Hamburg - BMW hängt die Konkurrenten Audi und Mercedes bei den Absatzzahlen immer weiter ab. Von der Kernmarke BMW verkauften die Münchner nach Angaben vom Donnerstag im ersten Halbjahr 689.861 Fahrzeuge, ein Plus von 17,8 Prozent. Der bayerische Konkurrent Audi steigerte den Absatz in den ersten sechs Monaten des Jahres um 17,7 Prozent auf 652.950 Wagen. Der Stuttgarter Konkurrent Daimler verkaufte 610.531 Autos seiner Kernmarke Mercedes-Benz, was lediglich einem Plus von 9,7 Prozent entspricht.

Alle drei Premiumhersteller haben im ersten Halbjahr so viele Autos verkauft wie nie zuvor und streben auch im Gesamtjahr neue Bestwerte an. Im zweiten Halbjahr rechne BMW Börsen-Chart zeigen allerdings wegen der Umstellung der Modellpalette und den höheren Vergleichszahlen aus dem Vorjahr nur noch mit moderatem Wachstum, sagte BMW-Vertriebschef Ian Robertson.

Die Volkswagen-Tochter Audi sieht dagegen keinen Grund, auf die Euphoriebremse zu treten. "Das erste Halbjahr ist deutlich besser gelaufen, als wir erwartet haben - vor allem aufgrund einer starken Entwicklung auf den europäischen Märkten", sagte Vertriebschef Peter Schwarzenbauer. Auch für die kommenden Monate sei der Konzern wegen der Einführung wichtiger neuer Modelle optimistisch.

Erfolg für Audi in Deutschland

Von Januar bis Ende Juni stiegen die Verkaufszahlen in Europa um 13,5 Prozent auf 382.850 Autos, wie Audi mitteilte. Vor allem der neue Kleinwagen A1 sowie die neue Generation des Flaggschiffs A8 hätten den Absatz beflügelt.

Deutliches Wachstum legte Audi in Deutschland hin mit einem Plus von fast 16 Prozent auf 125.100 Autos. In Frankreich erreichte die Marke mit den Ringen ein Plus von 26 Prozent, in Großbritannien ein Plus von knapp 12 Prozent. Auch in Osteuropa stieg die Nachfrage nach den Modellen der Ingolstädter - in Russland etwa um 24 Prozent auf 11.800 Einheiten.

In den USA legte Audi im ersten Halbjahr um 15,4 Prozent auf 55.900 Autos zu. Hier liegen wie auch in Europa die Geländewagen deutlich im Plus: Der Q5 gewinnt 14 Prozent, der große Q7 41 Prozent.

Bereits vor zwei Tagen hatte Daimler Börsen-Chart zeigen Absatzzahlen für die Konzerntochter Mercedes-Benz veröffentlicht. Auch das Unternehmen ist beim Absatz weiter auf Rekordkurs: Weltweit wurden im Juni insgesamt 120.510 Pkw an Kunden ausgeliefert, ein Zuwachs von 6,4 Prozent im Vergleich zum volumenstarken Vorjahresmonat. Dank des hohen Juni-Absatzes war das zweite Quartal das volumenstärkste Quartal aller Zeiten, der Absatz stieg um 7,2 Prozent auf 329.979 Einheiten.

In der ersten Jahreshälfte insgesamt verkaufte Mercedes-Benz damit so viele Fahrzeuge wie noch nie zuvor in diesem Zeitraum. Von Januar bis Juni entschieden sich 610.531 Kunden für einen Pkw der Marke Mercedes-Benz, ein Plus von 9,7 Prozent.

Ein Treiber der positiven Entwicklung soll künftig neben der neuen C-Klasse Generation auch die neue M-Klasse sein. Sie ist ab dem 11. Juli bestellbar und wird ab Herbst an Kunden in Westeuropa ausgeliefert.

cr/rtr/apd

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