Saab Chinesischer Großauftrag bringt Hoffnung

Der angeschlagene Autobauer Saab hat kurzfristig eine neue Geldquelle gefunden. Eine chinesische Firma habe einen 13 Millionen Euro schweren Auftrag an die Schweden erteilt. Damit könne Saab seine Beschäftigten und einige Lieferanten bezahlen.
Großauftrag aus China: Saab kündigt Mitarbeitern Lohnauszahlung an

Großauftrag aus China: Saab kündigt Mitarbeitern Lohnauszahlung an

Foto: Thomas Johanssonn/ dpa

Stockholm - Ein Großauftrag aus China lässt die Mitarbeiter des angeschlagenen schwedischen Autobauers Saab auf Auszahlung ihrer Löhne und Gehälter hoffen. Das Saab-Mutterunternehmen Swedish Automobile teilte mit, eine chinesische Firma habe Fahrzeuge im Wert von 13 Millionen Euro bestellt. Neben den Löhnen könne damit auch ein Teil der Schulden an Zulieferer beglichen werden. Der Name des chinesischen Unternehmens wurde nicht genannt.

Der Saab-Eigentümer Swedish Automobile erklärte in der vergangenen Woche, er verfüge nicht mehr über genügend Finanzmittel, um seine 3700 Mitarbeiter zu bezahlen. Am Montag hieß es, die Verhandlungen über den Verkauf von Immobilien des Unternehmens gingen weiter. Außerdem sei der russische Geschäftsmann Wladimir Antonow weiterhin daran interessiert, Saab zu kaufen. Ihm fehle jedoch die notwendige Genehmigung der Europäischen Investitionsbank.

Der Swedish-Automobile-Vorstandsvorsitzende Victor Muller sagte, er sei sehr darum bemüht, diese Genehmigung sobald wie möglich zu bekommen. Antonow hat erklärt, er sei bereit, 50 Millionen bis 150 Millionen Dollar (35 Millionen bis 105 Millionen Euro) in Saab zu investieren.

sk/dapd
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