US-Regierung steigt aus Fiat übernimt Mehrheit bei Chrysler

Der italienische Autobauer Fiat hat sein Ziel erreicht: Die US-Regierung hat ihre restlichen Chrysler-Anteile an Fiat verkauft, wodurch die Italiener nun mehr als die Hälfte der Aktien besitzen.
300C von Chrysler: Jetzt hat Großaktionär Fiat das Sagen

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Washington - Die US-Regierung verkauft ihre verbliebene sechsprozentige Beteiligung am Autokonzern Chrysler für 500 Millionen Dollar (rund 345 Millionen Euro) an den italienischen Autobauer Fiat. Das teilte das US-Finanzministerium mit. Der Fiat-Anteil an Chrysler beläuft sich bisher auf 46 Prozent.

Fiat  will zusätzlich 75 Millionen Dollar für das Recht auf den Tisch legen, die Anteile aus einem Gewerkschaftspensionsfonds kaufen zu können. Die US-Regierung erhalte davon 60 Millionen Dollar und die kanadische Regierung 15 Millionen Dollar, hieß es in der Mitteilung des US-Finanzministeriums.

Chrysler hatte Ende Mai 7,6 Milliarden Dollar an Staatshilfen zurückgezahlt. Der US-Fiskus erhielt dabei 5,9 Milliarden Dollar und der kanadische Staat 1,7 Milliarden Dollar. Damit wurde auch der Weg frei für eine Mehrheitsübernahme durch Fiat.

Chrysler war einst vor der Regierung mit Staatshilfen gerettet worden, nachdem ein Absatzeinbruch im Zuge der Weltwirtschaftskrise die US-Autoindustrie an den Rand des Abgrunds brachte. Für den US-Steuerzahler ist die Rettungsaktion ein Verlustgeschäft. Die Regierung investierte 12,5 Milliarden Dollar in Chrysler - und bekommt lediglich rund 11,2 Milliarden Dollar zurück.

Fiat war in der Wirtschaftskrise ebenfalls als Retter eingesprungen und hatte zudem mit den USA vereinbart, nach und nach die Mehrheit an Chrysler zu übernehmen. Fiat erwägt zudem, Chrysler wieder an die Börse zu bringen.

mg/dpa/rtr
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