Absatz Mai Deutsche Autobauer Gewinner in den USA

Deutschlands Autobauer haben im Mai ihren Absatz auf dem wichtigen US-Markt deutlich ausgebaut und die Wettbewerber abgehängt. Volkswagen & Co. profitierten davon, dass die US-Konkurrenz die Preise erhöht hatte und die japanische Konkurrenz durch die Folgen des Erdbebens nicht liefern konnte.
Volkswagen in den USA gefragt: Der VW-Konzern hatte erst Ende Mai im US-amerikanischen Chattanooga, Tennessee, ein neues Werk offiziell eröffnet

Volkswagen in den USA gefragt: Der VW-Konzern hatte erst Ende Mai im US-amerikanischen Chattanooga, Tennessee, ein neues Werk offiziell eröffnet

Foto: DPA

Hamburg - Besonders gefragt waren Fahrzeuge von Volkswagen . Mit mehr als 30.000 Stück und einem Plus auf Jahressicht von knapp 28 Prozent war es der beste Verkaufsmonat seit August 2003. Der Wolfsburger Konzern sieht sich weiter auf gutem Kurs. Dank der Einführung des 2012er Passat und Beetle werde der Schwung anhalten, zeigte sich VW optimistisch. Auch bei der Tochter Audi  lief es gut. Der Premiumherersteller steigerte seinen Absatz um 13,6 Prozent auf 10.457 Autos.

Daimler  konnte 5,9 Prozent mehr Fahrzeuge verkaufen, lieferte aber mit 20.306 Fahrzeugen rund doppelt so viele Wagen an die Kunden aus wie die Ingolstädter. Für Daimler war es damit der beste Mai seit 2008. BMW  hinken sie damit jedoch hinterher. Die Münchener verkauften in den USA 26.452 BMW und Minis, ein Plus von 19,7 Prozent. Den höchsten prozentualen Zuwachs verbuchte Porsche . Der Sportwagenbauer konnte in den USA 2817 Wagen verkaufen und damit 50,4 Prozent mehr als im Mai 2010.

US-Hersteller fallen leicht zurück

Ins Stottern geriet hingegen der Absatz der US-Hersteller. Nach einem starken Start in das Jahr 2011 mussten sie im Mai zum zweiten Mal seit 18 Monaten einen Einbruch hinnehmen. Allerdings fielen die Absatzrückgänge unter dem Strich gering aus. Ursächlich waren vor allem höhere Preise - die Hersteller hatten die Kaufanreize zuletzt deutlich zurückgenommen - sowie die Kaufzurückhaltung aufgrund der unsicheren Konjunkturaussichten.

Bei der Opel-Muttergesellschaft General Motors  sank der Absatz um 0,5 Prozent auf 221.192 Fahrzeuge. Insbesondere die Marke Chevrolet habe mit einem Rückgang um 3,5 Prozent das Verkaufsergebnis belastet, hieß es. Der heimische Rivale Ford  musste ebenfalls Einbußen hinnehmen. Der Konzern brachte 192.102 Fahrzeuge an den Kunden, was einem Minus von 0,1 Prozent entspricht.

Toyota-Absatz bricht um 28 Prozent ein, Fiat legt in den USA zu

Japans Autohersteller litten unter den Folgen des Erdbebens und verzeichneten zum Teil prozentual zweistellige Absatzeinbrüche. Der einstige Star am US-Markt, Toyota , meldete einen Verkaufsrückgang um 28 Prozent. Bei Honda fiel das Minus mit 22,5 Prozent etwas kleiner aus. Von der Misere der Japaner profitierte der südkoreanische Hersteller Hyundai . Die vergleichsweise Sprit sparenden und preiswerten Fahrzeuge verkauften sich im Mai 21 Prozent besser als vor Jahresfrist.

US-Absatz insgesamt rückläufig

Entgegen dem Trend verzeichnete die inzwischen von Fiat  kontrollierte Chrysler einen Mehrabsatz von 10 Prozent auf 115.363 Wagen.

Insgesamt wurden in den USA im Mai nach Berechnungen von Autodata 1,06 Millionen Fahrzeuge verkauft. Mit 11,78 Millionen Stück lag die Jahresrate damit deutlich unter dem Wert vom April (13,2 Millionen) und zum ersten Mal seit sieben Monaten wieder unter der Marke von 12,5 Millionen Einheiten.

rei/reuters/dapd
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