Kampfansage an Toyota VW eröffnet erstes US-Werk

Volkswagen-Chef Martin Winterkorn gibt heute in der US-Stadt Chattanooga den Startschuss zur Aufholjagd auf General Motors und Toyota: Der Manager eröffnet dort das erste Werk des Autobauers seit 23 Jahren. Bisher hinkt VW seinen beiden Konkurrenten in den USA weit hinterher.
VW-Werk in Chattanooga: Hier soll eine speziell für den US-Markt entwickelte Variante des Passat gebaut werden

VW-Werk in Chattanooga: Hier soll eine speziell für den US-Markt entwickelte Variante des Passat gebaut werden

Foto: Volkswagen

Chattanooga/New York - Volkswagen-Chef Martin Winterkorn wird heute in den USA das erste VW-Werk seit 1988 offiziell einweihen. Die Fabrik in Chattanooga im Bundesstaat Tennessee soll 150.000 Fahrzeuge pro Jahr produzieren und 2000 Arbeiter beschäftigen.

Der Autobauer investierte rund 700 Millionen Euro in das Werk. In der Fabrik wird ausschließlich eine für den US-Markt entworfene Variante der Mittelklasselimousine Passat hergestellt. Mit dem neuen Auto will der größte europäische Hersteller seinem Ziel näherkommen, im Jahr 2018 eine Million Autos jährlich in den USA abzusetzen. 2010 hatte der VW-Konzern dort rund 360.000 Autos verkauft. VW unterhielt bereits in den Jahren 1978 bis 1988 ein Werk in den USA, das aber wegen hoher Verluste geschlossen wurde.

Volkswagen  will bis zum Jahr 2018 der weltgrößte Autohersteller werden. Dafür müssen die Wolfsburger an General Motors  und Toyota  vorbeiziehen. Beide sind stark in den USA, der VW-Konzern hatte samt seiner Premiumtochter Audi  dagegen gerade mal einen Anteil am US-Markt von gut 3 Prozent im vergangenen Jahr. Weltweit sind es 11 Prozent.

Doch VW holt auf: Vor allem die kompakte Limousine Jetta verkauft sich gut in den USA. Der größere Passat zum Kampfpreis von 20.000 Dollar plus Steuern soll weiteren Schwung bringen.

mg/dpa/dapd

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