Mittwoch, 20. November 2019

Übernahme Daimler bessert Tognum-Angebot nach

Großmotorenhersteller Tognum: Daimler und Rolls-Royce haben ihr Angebot aufgebessert.

Abgezeichnet hat es sich seit Tagen, nun ist es offiziell: Daimler und Rolls-Royce haben ihre Übernahmeofferte an die Tognum-Aktionäre aufgestockt. Vorstand und Aufsichtsrat sind mit dem Angebot von 26 Euro je Aktie zufrieden - damit ist die Übernahme so gut wie perfekt.

Daimler und Rolls-Royce haben den Aktionären des Motorenbauers Tognum am Dienstag offiziell ihr aufgestocktes Übernahmeangebot vorgelegt. Der schwäbische Autobauer und der britische Motorenhersteller erhöhten ihre Offerte von 24 Euro auf 26 Euro je Aktie. Die Aktionäre haben nun bis 1. Juni um Mitternacht Zeit, dem Bieterduo ihre Papiere anzudienen.

Die Übernahme ist aber bereits jetzt schon so gut wie perfekt, nachdem Vorstand und Aufsichtsrat von Tognum Börsen-Chart zeigen mit dem neuen Preis zufrieden sind. Die Spitzenmanager des Friedrichshafener Unternehmens signalisierten am Montag, ihre eigenen Anteile von rund fünf Prozent nach einer Prüfung der offiziellen Unterlagen einbringen zu wollen. Gemeinsam mit dem Anteil von 28,43 Prozent, den Daimler Börsen-Chart zeigen mitbringt, kämen die Bieter so deutlich über die erforderliche Schwelle von 30 Prozent.

Ursprünglich wollten der britische Turbinenhersteller und die Schwaben das Angebot nur durchziehen, wenn sie mehr als 50 Prozent der Aktien bekommen. Das Absenken der Schwelle solle das Bekenntnis zu einer langfristigen Zusammenarbeit mit Tognum unterstreichen, teilten Daimler und Rolls-Royce mit. Gleichzeitig entziehen sie damit aber auch Spekulanten die Grundlage, die versuchen könnten, den Preis weiter in die Höhe zu treiben.

Die neue Offerte, über die Tognum, Daimler und Rolls-Royce am Wochenende unter Hochdruck verhandelten, bewertet das Friedrichshafener Unternehmen mit gut 3,4 Milliarden Euro statt bisher 3,2 Milliarden Euro. Vorstand und Aufsichtsrat des Motorenbauers hatten die Übernahme zwar von Anfang an grundsätzlich begrüßt, den Preis aber als zu niedrig abgelehnt. Die ursprüngliche Angebotsfrist wäre an diesem Mittwoch um Mitternacht ausgelaufen

wed/dpa-afx

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