Offshore-Parks Volkswagen will in Wind investieren

Die deutsche Autoindustrie entdeckt die Ökoenergie für sich: Nach einem Zeitungsbericht drängt Volkswagen ins Geschäft mit Windparks auf hoher See. Die Konzerntochter Audi ist schneller - und investiert bereits in erneuerbare Energien, um Strom für Elektroautos zu gewinnen.
Offshore-Windpark in der Ostsee: "Verträge noch nicht unterzeichnet"

Offshore-Windpark in der Ostsee: "Verträge noch nicht unterzeichnet"

Foto: Bernd Wüstneck/ dpa

Hamburg - Die deutsche Autoelite will offenbar vom Ökotrend profitieren - und plant nun, im großen Stil in erneuerbare Energien zu investieren: allen voran Volkswagen . Die Nummer eins will sich nach Informationen der "Financial Times Deutschland" an Offshore-Projekten beteiligen. "Es finden derzeit Gespräche statt", hieß es sowohl aus der Windbranche als auch aus dem Umfeld des Konzerns.

Die VW-Tochter Audi ist dem Mutterkonzern allerdings ein bisschen voraus. Sie wird in vier Windanlagen investieren, wie das Unternehmen bereits am Donnerstagabend bekanntgegeben hatte. Dazu nimmt die VW-Tochter eine zweistellige Millionensumme in die Hand. Welcher Offshore-Betreiber Audis Partner ist, wollte der Hersteller nicht sagen. "Die Verträge sind noch nicht unterzeichnet", sagte ein Sprecher der Zeitung zufolge.

Als einer der ersten Autohersteller will das Unternehmen demnach zum Anbieter für regenerative Energien werden und den Strom an seine Kunden verkaufen. "Wir werden Strom, Wasserstoff und Methangas erzeugen - die Treibstoffe für unsere Autos", sagte Audis Projektleiter Reiner Mangold laut "FTD".

Für die Autobauer gewinnt das Thema grüne Energiegewinnung an Attraktivität. Durch den politisch geforderten Einstieg in die Elektromobilität können die Hersteller ihre Autos im Paket mit Strom verkaufen. VW plant, sein Elektroauto "Up" 2013 auf den Markt zu bringen. Der Konzern will so beim Thema E-Mobilität die Führungsrolle übernehmen. Zudem forciert der Konzern den Einsatz von regenerativen Energien in der Produktion - zum Beispiel am Standort Emden.

Nahezu alle Autohersteller gehen allerdings davon aus, dass sie mit ihren ersten Generationen von strombetriebenen Elektrofahrzeugen kein Geld verdienen werden. Audi will seinen ersten Elektrosportwagen ab 2012 auf die Straße schicken. Der R8, ein Porsche-Konkurrent  mit mehr als 300 PS und vier Elektromotoren, soll in einer Kleinserie gebaut werden.

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