Mittwoch, 29. Januar 2020

Japan Neuwagenverkauf bricht ein

Zerstörte Fabrik von Toyota: Die japanische Autoindustrie wurde von Erdbeben und Tsunami schwer getroffen

Der Verkauf von Neuwagen ist in Japan um mehr als 50 Prozent eingebrochen. Nach dem Erdbeben und dem darauffolgenden Tsunami ist die Kauflaune der Japaner auch im April noch merklich gedämpft. Zudem wurden viele Fabriken von Autobauern und Zulieferern vollständig zerstört.

Tokio - Insgesamt seien im April 108.824 Pkw, Lastwagen und Busse verkauft worden, teilte der Verband der japanischen Automobilhersteller am Montag in Tokio mit. Das seien 51 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Nicht berücksichtigt seien Kleinwagen unter 660 Kubikzentimeter Hubraum.

Die Verkaufszahlen gingen den achten Monat in Folge zurück, wie schon im März war dies jedoch vor allem auf das Erdbeben und den Tsunami vom 11. März zurückzuführen.

Nach den Naturkatastrophen war die japanische Autoproduktion um mehr als die Hälfte zurückgegangen, weil mehrere Zulieferfirmen wichtiger Bauteile schwer von Erdbeben und Tsunami getroffen worden waren. Im Katastrophengebiet befinden sich zahlreiche Fabriken. Zugleich wurde die Kauflaune der Japaner durch Erdbeben, Tsunami und Atomkatastrophe erheblich getrübt.

mg/dpa

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