Autobauer Fiat treibt Chrysler-Übernahme voran

Für 870 Millionen Euro wird Fiat in Kürze weitere 16 Prozent der Anteile an Chrysler erwerben. Unternehmenschef Sergio Marchionne strebt offenbar einen zügigen Abschluss der Fusion beider Unternehmen an.
"Fundamentaler Schritt": Fiat-Chef Marchionne will sich Chrysler einverleiben

"Fundamentaler Schritt": Fiat-Chef Marchionne will sich Chrysler einverleiben

Foto: Antonio Calanni/ AP

Rom - Der italienische Autobauer Fiat  will seine Beteiligung am US-Konzern Chrysler aufstocken. Beide Unternehmen hätten vereinbart, dass Fiat zu seiner bereits bestehenden 30-prozentigen Beteiligung für 1,27 Milliarden Dollar (868 Millionen Euro) weitere 16 Prozent an Chrysler zukaufen werde, teilten die Italiener am Donnerstag in Rom mit. Das Geschäft solle im zweiten Quartal dieses Jahres vonstatten gehen.

Die Verbindlichkeiten Chryslers bei den Regierungen der USA und Kanadas würden derweil "vollständig zurückgezahlt", erklärte Fiat weiter. Der italienische Autobauer hatte bereits 2009 Management-Verantwortung bei dem damals insolventen Chrysler-Konzern übernommen. Dies galt als erster Teil der schrittweisen Verschmelzung beider Unternehmen.

"Dies ist ein fundamentaler Schritt in Richtung der endgültigen Zusammenführung von Fiat und Chrysler", erklärte Fiat-Chef Sergio Marchionne, der auch Vorstandschef von Chrysler ist. Im Februar hatte Marchionne angekündigt, dass die Fusion binnen zwei bis drei Jahren abgeschlossen sein werde.

cr/afp