Kapitalerhöhung Aktionäre geben Porsche 4,9 Milliarden

Porsche hat 4,9 Milliarden Euro bei den Aktionären eingesammelt und ist damit der Eingliederung in den Volkswagen-Konzern einen Schritt näher gekommen. Nach den Eigentümerfamilien haben auch die Vorzugsaktionäre zu 99,7 Prozent das Angebot zur Zeichnung neuer Aktien zu je 38 Euro angenommen.
Porsche: Kapitalerhöhung zum Schuldenabbau

Porsche: Kapitalerhöhung zum Schuldenabbau

Stuttgart - Die klamme Porsche-Holding hat mit dem Verkauf neuer Aktien rund 4,9 Milliarden Euro eingenommen. Das Geld solle komplett in den Schuldenabbau fließen, teilte der Konzern um den gleichnamigen Sportwagenbauer am Donnerstag in Stuttgart mit. Zuletzt stand Porsche mit rund 6,34 Milliarden Euro in der Kreide.

Mit Kapitalerhöhung und Teilentschuldung mache das Unternehmen "einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zum integrierten Automobilkonzern", erklärte Vorstandschef Martin Winterkorn. Die Reduzierung der Verbindlichkeiten galt als wichtige Voraussetzung für die geplante Fusion mit dem Wolfsburger Autobauer Volkswagen.

Insgesamt habe die Porsche-Holding je knapp 66 Millionen neue Stamm- und Vorzugsaktien verkauft. Die Stammaktien liegen in Händen der Eignerfamilien Porsche und Piech sowie beim Emirat Katar. Sie hatten bereits im Vorfeld ihre Unterstützung für die Kapitalerhöhung zugesagt. Auch unter den Haltern von den an der Börse gehandelten Vorzugsaktien hätten fast alle von ihrem Bezugsrecht Gebrauch gemacht und neue Aktien erworben, teilte Porsche weiter mit.

Die Börse zeigte sich am Donnerstag zunächst angetan von der erfolgreichen Kapitalerhöhung. Der Kurs der Porsche-Aktien legte am Vormittag um zwei Prozent zu, fiel wenig später aber wieder ab.

kst/dapd/dpa
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