Sonntag, 18. August 2019

Lieferengpässe Toyota muss US-Produktion stoppen

Toyota-Produktion: Der Autobauer bezieht etwa 15 Prozent der Bauteile für in den USA hergestellte Fahrzeuge aus Japan

Der weltgrößte Autobauer Toyota muss seine Werke in Nordamerika vorübergehend schließen. Nach der Naturkatastrophe können japanische Zulieferer wichtige Bauteile nicht liefern, so dass die Produktion nicht mehr aufrecht erhalten werden kann.

Tokio/Louisville - Die Produktion in den USA muss ganz oder teilweise gestoppt werden, kündigte Toyota an. Dies sei "unvermeidbar", da in Japan gefertigte Teile fehlten. Es sei aber noch nicht klar, wann, wie lange und wo genau die Produktion angehalten werde.

Von der Werksschließung in Nordamerika seien rund 25.000 Mitarbeiter betroffen, teilte Toyota-Sprecher Mike Goss mit. Entlassungen seien aber nicht geplant.

Wie lang die Schließung dauere, hänge davon ab, wie schnell die Arbeit in den von der Erdbebenkatastrophe in Japan betroffenen Firmen wieder aufgenommen werden könne, sagte Goss. Toyota Börsen-Chart zeigen bezieht etwa 15 Prozent seiner Bauteile für in Nordamerika hergestellte Fahrzeuge aus Japan.

Toyota habe bereits Überstunden und Samstagsarbeit gestrichen und bisher auf die vorhandenen Lagerbestände zurückgegriffen, berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Doch sei es schwieriger geworden, die normale Produktion wegen des Teilemangels weiter aufrechtzuerhalten.

Der Produktionsstopp in den USA trifft den größten Autohersteller der Welt an einer empfindlichen Stelle. In den USA waren die Verkäufe nach einer Serie von technischen Pannen in den vergangenen 18 Monaten stark zurückgegangen. Toyota verlor seinen ersten Platz in der Gunst der US-Autokäufer mittlerweile an den US-Konkurrenten Ford.

mg/dapd/dpa/afp

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