Freitag, 23. August 2019

Automarkt BMW bleibt auf Rekordkurs

Das neue 6er Coupé von BMW: Der Konzern will auch 2011 rasant weiter verkaufen

BMW will nach dem Rekordgewinn des vergangenen Jahres auch 2011 weiter zulegen. Mehr als 1,5 Millionen Autos sollen im laufenden Jahr abgesetzt werden. Das Verkaufsplus von 25 Prozent aus den ersten beiden Monaten sei allerdings kaum zu halten, so der Konzern auf der Bilanzpressekonferenz.

München - BMW erwartet im laufenden Jahr wieder ein Rekordergebnis. Der Münchner Autobauer will sein Vorsteuerergebnis 2011 auf mehr als 4,84 Milliarden Euro steigern, teilte der Konzern am Dienstag bei der Bilanzpressekonferenz mit. Der Absatz soll dank der hohen Nachfrage in Schwellenländern und den USA im mittleren einstelligen Prozentbereich auf "deutlich über 1,5 Millionen" Wagen steigen.

Zuletzt hatte BMW Börsen-Chart zeigen ein Verkaufsziel von über 1,5 Millionen Autos angestrebt. Vor allem in der ersten Jahreshälfte soll der Absatz wegen neuer Modelle wie dem neuen BMW 5er, den Geländewagen X1 und X3 und dem Mini Countryman zulegen. Im zweiten Halbjahr werde das Wachstum nachlassen: Das Absatzplus von 25 Prozent aus den ersten beiden Monaten 2011 sei nicht zu halten, teilte BMW mit.

Die operative Marge (Ebit) im Autosegment soll 2011 über den Vorjahreswert von 8 Prozent steigen. Für 2012 liegt der entsprechende Zielkorridor zwischen acht und zehn Prozent. Wegen der starken Zuwächse vor allem in Schwellenländern erwägt BMW den Aufbau weiterer Werke in Südamerika. Möglich sei ein weiterer Produktionsstandort auch in Brasilien, Russland, Indien, Korea oder der Türkei, sagte Firmenchef Norbert Reithofer laut Redetext. Eine Entscheidung gebe es dazu aber noch nicht.

Belastungen aus steigenden Rohstoffkosten und positive Währungseffekte dürften sich im laufenden Jahr nach Einschätzung von Finanzvorstand Friedrich Eichiner die Waage halten. Bei beiden Faktoren rechnet BMW mit einem Effekt im niedrigen dreistelligen Millionenbereich.

Reithofer äußerte sich schockiert über die Erdbebenkatastrophe in Japan. "Es fällt außerordentlich schwer, in diesen Tagen zum Alltagsgeschäft überzugehen", sagte Reithofer vor dem Beginn der Bilanzpressekonferenz. Das Unternehmen habe einen Krisenstab eingerichtet. "Niemand weiß, wie sich die Lage weiter entwickelt", sagte Reithofer. Daher beobachte BMW die Situation auch in nahe gelegenen Ländern wie China. Der Konzern werde zudem Geld spenden. Reithofer machte keine Angaben über die Höhe. "Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt, über Geld zu reden."

BMW hat seinen Mitarbeitern in Japan angeboten, sie im Süden des Landes in Sicherheit zu bringen. Fast alle deutschen BMW-Mitarbeiter seien inzwischen in die Heimat zurückgekehrt, sagte Vorstandschef Reithofer.

cr/dpa/rtr/apd

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