Donnerstag, 19. September 2019

Milliardengewinn BMW zahlt Aktionären Rekorddividende

Auf der Überholspur: BMW hat die Krise endgültig hinter sich gelassen

BMW ist 2010 mit einem Rekordgewinn aus der Autokrise gefahren. Davon profitieren auch die Aktionäre - sie erhalten die höchste Dividende seit Bestehen des Unternehmens. Seine neuen Ziele will der Autobauer in Kürze vorstellen.

München - BMW hat 2010 dank des weltweiten Autobooms einen Rekordgewinn eingefahren und verdient nach zwei mageren Jahren wieder Milliarden. Der Gewinn des Münchner Autobauers vervielfachte sich im vergangenen Jahr von 210 Millionen Euro im Krisenjahr 2009 auf 3,234 Milliarden Euro - einen neuen Bestwert, wie das Unternehmen am Donnerstag und damit fünf Tage früher als geplant mitteilte. Der Umsatz wuchs kräftig um 19,3 Prozent auf 60,4 Milliarden Euro.

"Wir können mit der Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr zufrieden sein", sagte Konzernchef Norbert Reithofer der Mitteilung zufolge. Die vollständige Bilanz stellt BMW Börsen-Chart zeigen am Dienstag vor.

Die Aktionäre können sich angesichts der glänzenden Bilanz ebenfalls auf einen Rekord freuen. Der Vorstand schlägt vor, die Dividende auf 1,30 Euro anzuheben und damit auf einen Höchststand zu bringen.

Dank der um knapp 14 Prozent auf 1,46 Millionen Autos gestiegenen Absatzzahlen lag die operative Rendite im Autogeschäft bei 8 Prozent. Einen konkreten Ergebnisausblick für 2011 nannte BMW nicht, bekräftigte jedoch das Absatzziel von mehr als 1,5 Millionen Autos. 2012 will das Unternehmen im Autosegment weiterhin eine Marge von 8 bis 10 Prozent erreichen.

2009 hatte der Oberklassehersteller deutlich unter der weltweiten Absatzschwäche gelitten. Schon im Jahr davor war der Gewinn von 3,1 Milliarden Euro im bisherigen Rekordjahr 2007 auf 330 Millionen zusammengeschmolzen.

nis/dpa/rtr

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