Schwere Lastwagen gefragt Deutschland zieht Europas Lkw-Markt

20 Prozent Plus in der Europäischen Union, 40 Prozent Plus in Deutschland: Die unterschiedlich stark ausgeprägte Wirtschaftserholung in Europa macht sich jetzt auch in den Lastwagenkäufen bemerkbar. Nirgendwo sonst in Europa wurden zuletzt so viele Lastwagen geordert, wie in der Bundesrepublik.
Schwere Lastwagen: Anziehende Lkw-Orders im Konjunkturaufschwung

Schwere Lastwagen: Anziehende Lkw-Orders im Konjunkturaufschwung

Foto: DDP

Brüssel - Der Aufschwung am Nutzfahrzeugmarkt in der Europäischen Union (EU) hat sich zum Jahresauftakt wieder beschleunigt. Die Zahl der Neuzulassungen stieg im Januar im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 20 Prozent auf 148.297 Stück, wie der europäische Branchenverband ACEA am Freitag in Brüssel mitteilte. Damit lag die Zuwachsrate zum Auftakt des laufenden Jahres über den Werten von Ende 2010. In Deutschland legte der Absatz überproportional um 40,6 Prozent auf 22.841 Nutzfahrzeuge zu.

Besonders die schweren Lastwagen, die unter anderem von den deutschen Herstellern Daimler und MAN angeboten werden, waren wieder gefragt. Die Fahrzeugklasse über 16 Tonnen legte im Januar europaweit um fast zwei Drittel auf knapp 18.000 Lastwagen zu. In der Krise waren die Verkäufe geradezu eingebrochen. Noch haben sie sich davon auch nicht gänzlich erholt.

Ebenfalls spiegelbildlich mit der wirtschaftlichen Entwicklung zeigen sich die Lastwagenverkäufe in den Staaten Europas, die derzeit besonders unter strukturellen Schwierigkeiten leiden. So mussten die Lkw-Hersteller in Griechenland ein Verkaufsminus von 50 Prozent hinnehmen, in der Slowakei von 43 Prozent, in Portugal von 11,8 Prozent und in Irland von 5,4 Prozent.

kst/dpa/rtr
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