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Das Maß der Dinge: Was BMW besser kann und was Daimler

Zweistelliger Zuwachs Luxusauto-Anbieter im Verkaufsrausch

Deutsche Autos sind weltweit gefragt - vor allem prestigeträchtige Modelle der oberen Preisklasse. Die Premiumhersteller BMW, Audi und Daimler haben im Januar mehr als 20 Prozent mehr Autos verkauft als im Vorjahr. Mit einem Wachstum von knapp 30 Prozent setzt sich BMW an die Spitze.

München - Die drei deutschen Luxusautohersteller BMW, Audi und Daimler haben einen Blitzstart in das Jahr hingelegt: Im Januar steigerte jeder für sich den Absatz um deutlich über 20 Prozent.

Mit einem Wachstum von 28 Prozent auf 105.177 Fahrzeuge der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce setzte sich BMW  an die Spitze. Es folgt Audi  mit einem Absatzwachstum von 22,6 Prozent auf 95.400 Autos.

Schon vergangene Woche meldete Daimler  mit 89.400 Fahrzeugen der Marken Mercedes-Benz, Smart, Maybach und AMG ein Wachstum von 23 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Für Daimler und Audi war es der beste Januar aller Zeiten.

Audi wächst in China um ein Drittel

Bei Audi brachte China mit 32 Prozent das kräftigste Wachstum. Hier wurden allein 22.200 Autos verkauft. Aber auch in den USA (plus 20 Prozent) und Westeuropa (plus 17 Prozent) lief es rund. "Aufgrund der aktuellen Auftragslage rechnen wir mit einem starken ersten Quartal 2011", sagte Vertriebschef Peter Schwarzenbauer am Dienstag.

Im Gesamtjahr hat sich Audi 1,2 Millionen Autos als Absatzziel gesetzt. Die VW-Tochter profitierte von der steigenden Produktion des Kleinwagens A1.

1,5 Millionen Fahrzeuge: BMW peilt Absatzrekord an

BMW erwarte auch weiterhin deutliche Zuwachsraten, sagte Vertriebschef Ian Robertson. In der zweiten Jahreshälfte werde das Wachstumstempo aber aufgrund von Basiseffekten etwas moderater ausfallen. 2011 strebt BMW einen Absatzrekord von über 1,5 Millionen Fahrzeugen an. Bei der Marke BMW stiegen die Verkäufe im Januar sogar um 30 Prozent auf 90.841 Fahrzeuge gestiegen. Auch die Marke Mini setzte den Wachstumskurs mit 14.126 Einheiten oder 16 Prozent Plus fort.

Daimler: E- und S-Klasse kurbeln Umsatz an

Daimler erwartet auch "für das erste Quartal ein deutliches Absatzwachstum", wie Mercedes-Vertriebschef Joachim Schmidt vergangene Woche sagte. Angetrieben von der E- und S-Klasse verkauften sich von der Kernmarke Mercedes-Benz im Januar 82.700 Stück, 23 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Der Kleinwagen Smart feierte nach langer Durststrecke ein starkes Comeback: Von dem überarbeiteten Modell übergaben die Stuttgarter mit 6.700 gut ein Fünftel mehr an die Kunden, vor allem in China, Deutschland und den USA.

Daimlers Pkw-Tochter Mercedes-Benz Cars will in diesem Jahr den Verkaufsrekord von knapp 1,29 Millionen Autos, davon 1,19 Millionen mit dem Stern auf der Kühlerhaube, aus dem Jahr 2007 knacken. Im vergangenen Jahr hatte Daimler 1,27 Millionen Neuwagen bei den Kunden abgeliefert, davon 1,17 Millionen Mercedes-Benz. Bis 2015 sollen es 1,5 Millionen jährlich werden.

Überblick: Die Lieblingsautos der Deutschen

la/dpa/reuters
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