Pannenserie Wieder weltweiter Massenrückruf von Toyota

217 Beschwerden unzufriedener Kunden haben gereicht: Toyota ruft für eine dreistellige Millionensumme weltweit 1,7 Millionen Autos in die Werkstätten zurück. Grund seien Probleme mit der Kraftstoffleitung. In Deutschland sind rund 24.000 Fahrzeuge des Modells Avensis und der Marke Lexus betroffen.
Toyota Avensis: Technische Schwierigkeiten bei manchen Fahrzeugen der Serie

Toyota Avensis: Technische Schwierigkeiten bei manchen Fahrzeugen der Serie

Hamburg - Toyota kommt nicht aus den Schlagzeilen. Wieder lasten offenbar technische Probleme auf dem Hersteller und seinen Kunden. Der japanische Autobauer forderte die Besitzer von 1,7 Millionen Autos auf, die Werkstätten aufzusuchen. Grund seien verschiedene Defekte, die zu einem Auslaufen von Treibstoff sowie zu weiteren Problemen führen könnten, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Betroffen sind den Angaben zufolge die US-Modelle IS und GS Lexus und in Europa Fahrzeuge der Typen Avensis und Lexus.

Ein Dutzend weiterer Modelle werde in Japan zurückgerufen. Unfälle hat es wegen der bei einer Qualitätskontrolle festgestellten Mängel dem Unternehmen zufolge bisher nicht gegeben. Allerdings seien bisher 77 Beschwerden aus dem Ausland eingegangen, sowie mehr als 140 aus Japan. Dort war der Rückruf mit 1,3 Millionen betroffenen Fahrzeugen der zweitgrößte in der Geschichte.

Der Analyst Koji Endo erklärte, der Rückruf werde Toyota rund 20 Milliarden Yen kosten, das sind umgerechnet 178 Millionen Euro, aber nur geringe Auswirkungen auf den Umsatz haben. Allerdings schade der Rückruf dem Ansehen des Konzerns, der seit Ende 2009 wiederholt Fahrzeuge wegen diverser Mängel in die Werkstätten zurückrufen musste. Endo betonte, Toyota wolle wohl rasch handeln, um größere Probleme zu vermeiden. Der Rückruf sei also kein Zeichen dafür, dass die Qualität weiter gelitten habe.

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