Autostatistik Die Blechlawine wächst

In Deutschland ist die Zahl der Kraftfahrzeuge zu Jahresbeginn moderat auf rund 51 Millionen gestiegen, darunter mehr als 42 Millionen Pkw. Volkswagen prägt mit rund neun Millionen Autos maßgeblich das Straßenbild in Deutschland. Alternative Antriebe führen nach wie vor ein Schattendasein.
Stau auf Deutschlands Straßen: In der Republik ist die Zahl der zugelassenen Fahrzeuge um 1,4 Prozent auf knapp 51 Millionen gestiegen, teilt das Kraftfahrtbundesamt mit

Stau auf Deutschlands Straßen: In der Republik ist die Zahl der zugelassenen Fahrzeuge um 1,4 Prozent auf knapp 51 Millionen gestiegen, teilt das Kraftfahrtbundesamt mit

Foto: dpa

Flensburg - Der Kraftfahrzeugbestand in Deutschland ist zu Jahresbeginn auf 50,9 Millionen Einheiten angewachsen. Das ist ein Plus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, teilt das Kraftfahrtbundesamt am Montag auf seiner Internetseite mit. Darunter sind 42,3 Millionen Personenkraftwagen (Pkw). Außerdem waren am 1. Januar 2011 etwa 4,8 Millionen Nutzfahrzeuge mit Versicherungskennzeichen registriert. Der Rest sind Anhänger, Motorräder und andere Fahrzeuge.

Den weiteren Angaben zufolge liegt das Durchschnittsalter der Fahrzeuge bei 8,3 Jahren. 90,2 Prozent befinden sich in privater Hand. Etwa ein Viertel der Fahrzeughalter ist älter als 60 Jahre.

Nach wie vor dominieren Benzinmotoren (72,1 Prozent) den Antrieb. Mit Dieseltreibstoff werden etwa 27 Prozent der Fahrzeuge betrieben. Alternative Technologien würden nur zögerlich angenommen. Lediglich rund 40.000 Pkw sind mit Hybrid-/Elektro-Antrieb ausgestattet, heißt es weiter.

Lediglich 40.000 Autos mit Hybrid-/Elektro-Antrieb unterwegs

Die bei Neuwagen seit Beginn des Jahres vorgeschriebene Euro-5-Norm findet sich bislang bei 7,1 Prozent des Pkw-Bestandes wieder. Die meisten Fahrzeuge entsprechen Euro 4 (43,0 Prozent). Mit der schlechtesten Emissionsklasse Euro 1 sind immer noch gut 6 Prozent der Fahrzeuge unterwegs.

Mit Blick auf einzelne Segmente ist die Kompaktklasse (VW Golf oder Opel Astra) mit 27,5 Prozent am stärksten vertreten. Zwar erreichen Geländewagen lediglich einen Anteil von 4 Prozent. Dieses Segment macht mit mehr als 14 Prozent Zuwachs aber den größten Sprung nach vorn. Weniger gefragt sind offenbar Autos der Mittelklasse und der Oberklasse, wie die Statistiker in Flensburg weiter mitteilen.

Volkswagen prägt mit fast 9 Millionen Pkw (21,2 Prozent) maßgeblich das Straßenbild in Deutschland. Es folgen Opel mit einem Anteil von 12,4 Prozent und Mercedes mit 9,3 Prozent. Bei den Importmarken liegt Renault/Dacia mit 2,2 Millionen Pkw (5,2 Prozent) vorn, gefolgt von Toyota/Lexus (3,2 Prozent) und Peugeot (3,0 Prozent).

Ein statistische Note am Rande: Auch zwei Jahrzehnte nach Einstellung der Produktion bei Sachsenring in Eisenach gibt zu Jahresbeginn gleichwohl noch 33.726 "Trabis" auf den deutschen Straßen.

rei/manager magazin
Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.