Verstöße gegen Finanzmarktregeln bei Nissan Renault-Chef droht Verhaftung

Carlos Ghosn ist erwaltungsratsvorsitzender bei Nissan

Carlos Ghosn ist erwaltungsratsvorsitzender bei Nissan

Foto: DENIS BALIBOUSE/ REUTERS

Dem Verwaltungsratsvorsitzenden des japanischen Autobauers Nissan , Carlos Ghosn, droht einem Zeitungsbericht zufolge die Verhaftung. Dem Manager würden von den japanischen Behörden Verstöße gegen Finanzmarktregeln vorgeworfen, berichtete die Zeitung "Asahi" am Montag. Dem Blatt zufolge steht der 64-Jährige, der auch Vorstandsvorsitzender des französischen Autobauers Renault  ist, im Verdacht, sein eigenes Einkommen in den Jahresabschlüssen zu niedrig angesetzt zu haben. Ghosn habe sich bereiterklärt, mit der Staatsanwaltschaft zusammenzuarbeiten. Ein Nissan-Sprecher sagte, das Unternehmen prüfe den Bericht.

Der gebürtige Brasilianer Ghosn hält die Fäden in der Allianz aus den beiden japanischen Autobauern Nissan und Mitsubishi  mit dem französischen Autobauer Renault in der Hand. Die Aktien von Renault fielen nach dem Bericht auf den tiefsten Stand seit Anfang 2015. Renault-Chef Carlos Ghosn droht nach japanischen Medienberichten die Verhaftung - und womöglich sogar der Rauswurf beim Allianz-Partner Nissan .

Wie die japanische Zeitung "Asahi" berichtete, werfen die Behörden dem Manager Verstöße gegen japanische Finanzmarktregeln vor. Ghosn, der auch beim Renault-Partner Nissan das Sagen hat, soll in den Jahresabschlüssen des Unternehmens sein eigenes Einkommen zu niedrig angesetzt haben, berichtete das Blatt ohne Nennung von Quellen. Ghosn wolle mit den Tokioter Behörden zusammenarbeiten und sei bereits von diesen zur Befragung abgeholt worden.

Wie der Fernsehsender NHK berichtete, soll nun auf einem Verwaltungsratstreffen bei Nissan über die Ghosns Zukunft entschieden werden. Ein Nissan-Sprecher lehnte zunächst einen Kommentar ab, der japanische Autobauer kündigte aber eine Pressekonferenz für den Abend (Tokioter Zeit) an

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