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Schleudersitz Audi-Entwicklungschef: Audi - Absprung durch Technik

Foto: Audi Nsu Auto Union Ag/ picture-alliance/ dpa

VW-Tochter Audi-Entwicklungschef Stefan Knirsch muss gehen

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Schleudersitz Audi-Entwicklungschef: Audi - Absprung durch Technik

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Im Dieselskandal von Volkswagen räumt ein weiterer Manager aus dem Konzern seinen Posten: Der Entwicklungschef der VW-Tochter Audi, Stefan Knirsch, lege seine Funktion mit sofortiger Wirkung nieder und verlasse das Unternehmen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat, teilte der Ingolstädter Autobauer am Montag mit.

Der promovierte Maschinenbauer und Motoren-Experte war erst zu Jahresbeginn in den Audi-Vorstand aufgerückt. Nachdem die US-Anwaltskanzlei Jones Day, die im Auftrag von VW die Abgasaffäre aufarbeitet, Ungereimtheiten aufgedeckt hatte, wurde Knirsch kalt gestellt. Ein neuer Audi-Entwicklungschef wurde zunächst nicht benannt.

Audi ist eine der wichtigsten Marken im Volkswagen -Konzern: Mit ihren Oberklasseautos hat die Audi AG in den vergangenen Jahren fast die Hälfte des VW -Konzerngewinns erwirtschaftet. Die Geschichte von Audi begann um die Jahrhundertwende in Sachsen, wo die Firmen Wanderer, Horch, Audi und DKW Fahrräder, Motorräder und Autos bauten. Nach dem Zweiten Weltkrieg fing Audi auf einem ehemaligen Militärgelände in Ingolstadt neu an. 1958 wurde das Unternehmen eine 100-prozentige Tochter der Daimler -Benz AG, 1964 wechselte es dann in den Besitz von VW.

Heute beschäftigt Audi weltweit rund 85 000 Mitarbeiter - mehr als die Hälfte davon in Ingolstadt. Große Werke hat Audi auch in Neckarsulm, Brüssel, im ungarischen Györ und in China, wo das Unternehmen ein Drittel seiner Autos verkauft. Im VW-Konzern hat Audi  die Federführung für die Entwicklung autonom fahrender Autos.

Überblick: Wie Audi seine Chefentwickler verschleißt

la/reuters