Dienstag, 25. Juni 2019

Social-Media-Zensur in Fernost Chinas erfolgreiche Klone von Facebook, Google und Co.

2. Teil: Chinas Facebook heißt ...

Facebook-Chef Mark Zuckerberg in Berlin: Chinesen vernetzen sich statt auf Facebook ...

Die Affinität des Facebook-Gründers und -Chefs Mark Zuckerberg zu China ist allgemein bekannt: Die Gattin des Jungmilliardärs, Priscilla Chan, hat chinesische Wurzeln, Zuckerberg selbst spricht inzwischen, wie er bereits in öffentlicher Rede unter Beweis gestellt hat, leidlich chinesisch und hat das Land mehrfach besucht. Selbst Chinas Staatspräsidenten Xi Jinping hat er bei der Gelegenheit bereits persönlich getroffen.

Eins jedoch hat Zuckerberg in all den Jahren bislang nicht erreicht: Dass Peking die Sperre Facebooks in China aufhebt. Seit 2009 ist die Seite im chinesischen Internet nicht erreichbar, und es gibt keine Anzeichen, dass sich daran künftig etwas ändern könnte.

...vor allem auf Renren.com.

Angesichts der 1,4 Milliarden Einwohner der Volksrepublik und des damit verbundenen immensen Geschäftspotenzials für Facebook mag das aus Sicht Zuckerbergs ein ziemliches Problem sein. Aus Sicht der Chinesen jedoch ist es weniger eins: Sie können landeseigene Websites nutzen, die nahezu die gleichen Möglichkeiten bieten wie die US-Site.

Allen voran: Renren.com. Die Seite startete 2005 als Xiaonei.com und wurde später umbenannt. Fachmedien zufolge glich die Website in ihren Anfängen Facebook im Look so sehr, dass User denken mussten, es gebe tatsächlich eine geschäftliche Verbindung zwischen beiden. Inzwischen ist Renren.com mit mehreren Hunderttausend Nutzern Chinas führende Social-Networking-Site und an der US-Börse notiert.

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