Samstag, 30. Mai 2020

Onlinehändler Zalando lockt mit schwarzen Zahlen

Zalando: Viel Umsatz, hohe Risiken

Das Timing der Samwer-Brüder scheint perfekt: Im Windschatten des chinesischen Riesen Alibaba will auch Zalando möglichst viel Geld an der Börse einsammeln. Und kurz vor dem geplanten IPO meldet der Börsenkandidat Zalando erstmals einen operativen Gewinn.

Berlin - Der Onlinehändler und Börsenkandidat Zalando hat im ersten Halbjahr erstmals einen operativen Gewinn verbucht. Bei einem Umsatzplus auf Gruppenebene von knapp 30 Prozent auf 1,047 Milliarden Euro erreichte das Ebit zwölf Millionen Euro nach einem Minus von 109 Millionen vor Jahresfrist, wie Zalando am Donnerstag mitteilte.

Diese Verbesserung resultiere aus Optimierungen entlang aller wesentlichen Kostenpositionen, einschließlich Wareneinsatz, Logistik und Marketing, erklärte Vorstandsmitglied Rubin Ritter. "Das Erreichen einer positiven Ebit-Marge im ersten Halbjahr 2014 ist ein großer Erfolg für Zalando." Zumal die erste Jahreshälfte in der Regel schwächer sei als die zweite.

Zalando lotet derzeit einen Börsengang aus, der Mittel für die Expansion in die Kassen spülen soll. Die Internet-Investoren Samwer, mit deren Geld Zalando groß geworden war, sind mit 17 Prozent der zweitgrößte Anteilseigner hinter dem schwedischen Finanzinvestor Kinnevik, der 36,5 Prozent hält. Weitere Miteigentümer sind neben Tengelmann mit etwas über fünf Prozent, der dänische Modeunternehmer Anders Holch Povlsen mit zehn Prozent sowie Holtzbrinck Ventures und der kanadische Pensionsfonds OTPP.

la/dpa

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