Samstag, 14. Dezember 2019

Frist läuft am Montag aus Xerox droht mit feindlicher Übernahme von HP

Xerox bietet 33 Milliarden Dollar für Hewlett Packard: Im Übernahmepoker wird der Ton rauer
AFP; picture alliance/XEROX/EPA/dpa
Xerox bietet 33 Milliarden Dollar für Hewlett Packard: Im Übernahmepoker wird der Ton rauer

Der US-Druckerhersteller macht mit seinen Übernahmeplänen für den Computerkonzern HP ernst. Xerox droht nun mit einer feindlichen Offerte über 33,5 Milliarden Dollar für HP, wenn das Unternehmen nicht zu Gesprächen bis zum 25. November bereit ist. Bislang ist HP nicht bereit, für die Offerte in Höhe von 33 Milliarden Dollar (22 Dollar je Aktie) seine Bücher für Xerox zu öffnen, und hat das Angebot als zu niedrig zurückgewiesen.

HP hat außerdem damit gekontert, dass der Konzern eine Gegenofferte für den Druckerhersteller prüfe. Xerox will seine Offerte nun direkt den HP-Aktionären unterbreiten, wie das Unternehmen in einem Brief an HP schrieb.

Xerox-Chef John Visentin hatte am Donnerstag einen Brief an den Vorstand von HP geschickt: HP hatte das Angebot von 22 US-Dollar pro Aktie mit der Begründung abgelehnt, es spiegele den Wert des Unternehmens nicht ausreichend wider und sei nicht im besten Interesse der Aktionäre. Visentin zeigt sich in seinem Brief überrascht: Er könne die Begründung nicht nachvollziehen, wenn doch Experten das Kursziel derzeit deutlich tiefer ansetzten und den Anlegern dazu rieten, die Aktie zu verkaufen. Der Xerox-Chef bezieht sich dabei auf die US-Investmentbank Goldman Sachs, die von einem Kursziel von nur 14 US-Dollar ausgeht. "Unser Angebot beinhaltet eine 57-prozentige Prämie auf das Kursziel von Goldman", argumentiert der Xerox-Chef.

Visentin betont ebenfalls, dass der Xerox-Verwaltungsrat entschlossen sei, die geplante Übernahme von HP weiter zu verfolgen. Falls es bis Montag zu keiner einvernehmlichen Einigung komme, will Visnetin direkt an die Aktionäre herantreten und diese von seinem Angebot überzeugen.

la/dpa/reuters

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