Freitag, 13. Dezember 2019

Die größten Übernahmen vor K+S Was aus den verkauften deutschen Firmen wurde

K+S sucht politische Unterstützung im Abwehrkampf gegen Potash. Hier besucht Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil mit Konzernchef Norbert Steiner ein Kalibergwerk.

Der Dax-Konzern aus Kassel ist das Aushängeschild der deutschen Rohstoffindustrie.

Der kanadische Wettbewerber Potash Corp. of Saskatchewan will K+S übernehmen - möglicherweise zur Not auch feindlich.

Obwohl der Aktienkurs deutlich unter dem Übernahmeangebot notiert, verlangt K+S mehr Geld - unter Verweis auf das fast fertige Milliardenprojekt Legacy, ausgerechnet in Kanada.

Kali und Salz, einen noch spröderen Klang kann ein Unternehmensname doch gar nicht haben. Und doch: Um K+S entfaltet sich ein spannender Wirtschaftskrimi, wie ihn Deutschland lange nicht gesehen hat - komplett mit echten Polizeirazzien.

Dass der einzige Rohstoffkonzern im Dax vom kanadischen Wettbewerber Potash Corp. of Saskatchewan Börsen-Chart zeigen geschluckt wird, wollen Politiker vom CDU-geführten Hessen bis zum links regierten Thüringen verhindern. Die Kanadier, die seit Juli mit ihrem 8,7-Milliarden-Dollar-Gebot cool abwarten, bringen nun auch eine feindliche Übernahme ins Gespräch.

Einen vergleichbaren Angriff eines ausländischen Unternehmens auf einen deutschen Konzern hat es mindestens seit dem Griff des spanischen Baukonzerns ACS nach Hochtief 2011 nicht gegeben - und in dieser Dimension viel länger nicht. Der K+S-Deal würde nach Angaben des Finanzdatenanbieters Thomson Reuters locker zu den Top Ten der Verkäufe deutscher an ausländische Firmen in den vergangenen 20 Jahren zählen. Lesen Sie hier, was aus den anderen Groß-Deals wurde.

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