Mittwoch, 8. April 2020

Mit reduzierter Bildqualität wegen Corona Disneys Streamingdienst in Deutschland gestartet

Disney-Serie "The Mandalorian": Um die Netzauslastung zu schonen, startet Disney sein Streamingangebot mit reduzierter Bildqualität
Francois Duhamel/ Disney+/ AP
Disney-Serie "The Mandalorian": Um die Netzauslastung zu schonen, startet Disney sein Streamingangebot mit reduzierter Bildqualität

Netflix Börsen-Chart zeigen und Co. haben seit Dienstag einen neuen starken Rivalen in Deutschland: Der US-Unterhaltungskonzern Walt Disney Börsen-Chart zeigen hat seinen Videostreaming-Dienst gestartet. Disney+ hat zwar zunächst ein deutlich schmaleres Programmangebot als die großen Konkurrenten, doch der Unterhaltungsriese setzt auf die Anziehungskraft von "Star Wars", der Marvel-Comic-Verfilmungen und seines reichhaltigen Kinderprogramms. Wie andere Streamingdienste läuft auch Disney+ in den kommenden Wochen in Europa mit etwas reduzierter Bildqualität, um die Netze in der Coronavirus-Krise zu entlasten.

Mit Disney+ riskiert der Konzern eine Strategiewende: Zuvor verdiente er gut mit Gebühren von anderen Streaming-Plattformen, wo seine Inhalte liefen, sowie Kabelanbietern. Doch angesichts des Streaming-Booms beschloss der kürzlich abgetretene Firmenchef Robert Iger, dass Disney die Inhalte in Eigenregie an die Nutzer bringen muss. Das erforderte massive Investitionen unter anderem in Streaming-Technologie. Da der Service zum Start nur wenige exklusive Publikumsmagnete wie die "Star-Wars"-Serie "The Mandalorian" vorweisen kann, setzte Disney den monatlichen Preis mit 6,99 Euro unter dem Niveau der großen Konkurrenten an.

Gerade in der Coronavirus-Krise mit geschlossenen Schulen und Kindergärten sowie den Eltern im Homeoffice können Inhalte für Kinder ein reizvolles Argument für einen Streaming-Dienst sein. Der Netzausrüster Nokia Börsen-Chart zeigen stellte in einer Auswertung des Datenverkehrs vergangene Woche fest, dass sich schon am ersten Tag der Beschränkungen das Netflix-Datenvolumen um 9.00 Uhr morgens verdoppelte. Amazon Börsen-Chart zeigen machte kurz vor dem Start von Disney+ viele Inhalte für Kinder in seinem Dienst Prime Video kostenlos verfügbar.

In Frankreich hat Disney auf Bitten der französischen Regierung den Start seines Streaming-Dienstes verschoben, um in der Coronavirus-Krise keinen zusätzlichen Druck auf die Netze aufzubauen. Als neuen Termin nannte Disney am Sonntag den 7. April.

Die Datendrosselung im Video-Streaming, die auch Amazon Börsen-Chart zeigen, Apple Börsen-Chart zeigen und Youtube umsetzen, hatte EU-Kommissar Thierry Breton eingefordert. In Europa gibt es insgesamt die Sorge, dass die verstärkte Heimarbeit und Nutzung von Unterhaltungsangeboten die Netze verstopfen könnten.


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Internetanbieter versicherten bisher, dass sie den Anstieg schultern können. Allerdings könnte das Nadelöhr eher die lokale Netzanbindung an den Wohnorten sein. Der EU-Kommission geht es darum, dass die Auslastung der Netze das Arbeiten von zu Hause und Zugang zu Bildungsangeboten erlaubt.

mg/dpa-afx

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