Mittwoch, 26. Juni 2019

Zustimmung andernorts steht aus US-Kartellwächter genehmigen mögliche Disney-Fox-Fusion

Die Schlacht mit Comcast ist geschlagen: Jetzt muss Disney noch die Zustimmung diverser nationaler Kartellbehörden zur Übernahme von Teilen des Medienkonzerns Fox

Der US-Unterhaltungskonzern Walt Disney Börsen-Chart zeigen hat in seiner Heimat die kartellrechtliche Genehmigung zur milliardenschweren Übernahme von Teilen des Medienkonzerns Twenty-First Century Fox erhalten. Auflage sei der Verkauf von 22 regionalen Fox-Sportsendern, teilte das Justizministerium in Washington am Mittwochabend (Ortszeit) mit.

Disney hatte die Abspaltung von solchen Kanälen als Entgegenkommen an die Wettbewerbsbehörden ins Gespräch gebracht. Der Konzern bot in diesem Zusammenhang an, Geschäftsteile mit Gewinnen von insgesamt bis zu einer Milliarde Dollar zu veräußern.

Mit dem Einverständnis der US-Behörden ist Disney aber noch nicht am Ziel, weil die Zustimmung der Wettbewerbshüter in mehreren anderen Ländern noch aussteht.

Der Unterhaltungsriese hat 71,3 Milliarden Dollar für das Film- und Fernsehgeschäft von Fox geboten und damit den Kabelkonzern Comcast ausgestochen. Beide Unternehmen lieferten sich angesichts wachsender Konkurrenz von Netflix und Amazon einen Bieterwettkampf um Fox-Sparten, die Film-Hits wie "Avatar" und "Titanic" sowie die TV-Serie "Die Simpsons" hervorgebracht haben. Disneys Plan ist, mit der Übernahme Schwächen innerhalb des 1923 von den Mickey-Mouse-Erfindern gegründeten Konzerns auszugleichen.

rei/Reuters

© manager magazin 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung