Montag, 19. August 2019

VW kommt bei Bewältigung des Abgasskandals voran VW-Chef Müller - Nachrüstung der Diesel-Fahrzeuge in Europa "finanziell überschaubar"

VW-Chef Matthias Müller: Aufwand für die Nachrüstung der Fahrzeuge in Europa "technisch, handwerklich und finanziell überschaubar"

In den USA gibt es für VW einen weiteren Rückschlag, doch in Europa kommt VW bei der Bewältigung des Abgas-Skandals offenbar voran. Am Vorabend musste zwar die VW-Tochter Audi einräumen, dass auch in größeren Dieselautos von Volkswagen, Audi und Porsche eine in den USA verbotene Software für niedrigere Abgaswerte gesorgt habe. In Wolfsburg dagegen hatte VW-Chef Müller bei einem Treffen der Führungskräfte eine frohe Botschaft: Volkswagen habe in Europa für den Großteil der betroffenen Fahrzeuge technische Lösungen gefunden.

Für mehr als 90 Prozent der betroffenen Diesel-Fahrzeuge in Europa seien die Lösungen inzwischen bestätigt, sagte VW-Chef Müller gestern in einer Rede vor den rund tausend Führungskräften in Wolfsburg. Der Aufwand für die Nachrüstung sei "technisch, handwerklich und finanziell überschaubar", sagte Müller.

Aktionäre maßen der Nachricht von Müller eine höhere Bedeutung bei: Die Aktie von Volkswagen Börsen-Chart zeigen legte am Dienstag im frühen Handel um rund 5 Prozent zu und setzte sich an die Spitze des Dax.

VW hatte im September zugegeben, dass in etwa elf Millionen Dieselfahrzeugen eine Software eingesetzt wurde, die den Ausstoß von Stickoxiden im Testbetrieb als zu niedrig auswies. Anfang November gestand das Wolfsburger Unternehmen zudem ein, dass bei vermutlich rund 800.000 seiner Autos der tatsächliche Ausstoß des klimaschädlichen Gases CO2 höher ist als angegeben.

la/dpa/ap

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