Montag, 16. September 2019

Wegen Marktmanipulation Staatsanwälte nehmen Rhön ins Visier

Der Klinikbetreiber Rhön-Klinikum hat derzeit gleich vier Anfechtungsklagen am Hals

Eine umstrittene Satzungsänderung hat für den Klinikbetreiber Rhön nun ein gerichtliches Nachspiel: Staatsanwälte ermitteln wegen des Vorwurfs der Marktmanipulation gegen mehrere Rhön-Mitarbeiter.

München - Die Staatsanwaltschaft München I ermittelt wegen des Vorwurfs der Marktmanipulation bei dem Klinikbetreiber Rhön-Klinkum Börsen-Chart zeigen gegen mehrere Personen. "Anfang Juli ist bei uns eine Anzeige eingegangen", sagte Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch.

Die Anzeige sei von einem Anwalt wegen des Verstoßes gegen das Wertpapierhandelsgesetz und wegen versuchter Nötigung gestellt worden, sagte der Pressesprecher weiter.

Steinkraus-Koch nannte mit Verweis auf das laufende Verfahren weder den Namen der Personen, gegen die ermittelt wird, noch den Namen des Anwaltes, der das Verfahren ins Rollen gebracht hat.

Die Rhön-Klinikum AG hatte am 12. Juni mit der nötigen Mehrheit überraschend eine umstrittene Satzungsänderung beschlossen. Bei der Abstimmung war allerdings ein Beauftragter des Rhön-Großaktionärs B. Braun aus formalen Gründen ausgeschlossen worden.

Mit seinen Stimmen wäre die Änderung nicht angenommen worden. Neben dem hessischen Medizintechnik -Unternehmen B. Braun hat auch der Hamburger Krankenhaus-Konzern und Rhön-Anteilseigner Asklepios Klage eingereicht. Insgesamt sind vier Anfechtungsklagen gegen die Satzungsänderung beim Landgericht Nürnberg-Fürth anhängig.

wed/dpa-afx

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