Mittwoch, 27. Mai 2020

Dax-Konzern erhöht Dividende Zukäufe und höhere Mieten treiben Vonovia-Gewinn

Vonovia-Vorstandschef Rolf Buch

Der größte deutsche Wohnungskonzern Vonovia Börsen-Chart zeigen hat seinen Gewinn dank milliardenschwerer Zukäufe im Ausland sowie höherer Mieteinnahmen deutlich gesteigert. Das operative Ergebnis nach Zinsen und Steuern, der sogenannte Group FFO, legte um acht Prozent auf 1,2 Milliarden Euro zu, teilte der Dax-Konzern am Donnerstag mit.

Die Mieteinnahmen stiegen im vergangenen Jahr bei einem weiterhin geringen Leerstand um rund 10 Prozent auf knapp 2,1 Milliarden Euro. Die Miete erhöhte sich auf 6,93 Euro pro Quadratmeter - das waren rund sechs Prozent mehr als 2018.

Sowohl in die Modernisierung als auch in die Instandhaltung der rund 400.000 im Portfolio befindlichen Wohnungen investierte Vonovia mehr. Anleger sollen für das vergangene Geschäftsjahr eine um 13 Cent höhere Dividende von 1,57 Euro je Aktie erhalten.

Vorbörslich kletterten die Aktien um ein knappes Prozent auf 53,26 Euro. Die Papiere waren damit nicht mehr weit entfernt vom Rekordhoch von Mitte Februar bei 54,48 Euro.

Das starke Wachstum verdankt der Dax-Konzern vor allem den Übernahmen von Buwog und Victoria Park sowie der Akquisition des Wohnungsbauunternehmen Hembla in Schweden. Wachstumschancen sieht Vorstandschef Rolf Buch auch in Frankreich. Schon länger liebäugelt er mit Zukäufen in Paris. Der Markt in Deutschland ist sehr kleinteilig, Vonovia komme hierzulande gerade einmal auf einen Marktanteil von rund 2 Prozent.

rei/dpa/Reuters

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