Samstag, 19. Oktober 2019

Von Braunschweig bis Zwickau - VW-Standorte in Not Diese Städte zittern um VW-Milliarden

Autostadt: Symbol für die Transformation Wolfsburgs vom Krisenzentrum zur Boomtown
"Volkswagen wird den Weg aus der Krise finden." Diese Durchhalteparole stammt nicht von einem Manager des Autokonzerns, sondern von Klaus Mohrs, Oberbürgermeister der Stadt Wolfsburg.

Gerade noch war Wolfsburg die Boomtown schlechthin. Nirgendwo sonst in der Republik sind die Mieten so stark gestiegen wie am Mittellandkanal. Die Stadt ist annähernd vollbeschäftigt und schuldenfrei. Im vergangenen Jahr nahm Wolfsburg mehr als 300 Millionen Euro Gewerbesteuer ein, was (vor der Umlage an andere Städte) zwei Dritteln des Haushalts entspricht. Natürlich wegen Volkswagen.

Nur Tage nach der Meldung vom Immobilienboom verhängt Bürgermeister Mohrs eine Haushaltssperre und einen Einstellungsstopp. Natürlich auch wegen Volkswagen.

Der Konzern beschäftigt an seinem Stammsitz mehr als 60.000 Menschen, nur seinetwegen existiert die Stadt überhaupt. Noch vor gut zehn Jahren, als der Autobauer im Inland Verlust schrieb, musste sie ohne dessen Steuern auskommen und galt als strukturschwach. Wolfsburg ist extrem, aber nicht die einzige Stadt, deren Wohl und Wehe an Volkswagen hängt.

Folgen Sie Arvid Kaiser auf twitter

© manager magazin 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung