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General Electric, Microsoft, Apple: Diese US-Firmen haben die dicksten Auslandskonten

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US-Firmen stocken Auslandsreserven auf US-Konzerne verstecken 2.096.644.000.000 Dollar vor dem Fiskus

Die Bargeldbestände, die amerikanische Firmen im Ausland halten, sind im vergangenen Jahr auf sage und schreibe 2.096.644.000.000 Dollar, sprich 2,1 Billionen Dollar (1,9 Billionen Euro) angewachsen. Das berichtet die US-Nachrichtenagentur Bloomberg  mit Verweis auf Pflichtveröffentlichungen der Unternehmen.

Demnach haben allein die acht größten US-Technologie-Konzerne - darunter Microsoft , Apple  und Google , ihren Bargeldbestand im Ausland um zusammen 69 Milliarden Dollar erhöht. Diese acht Firmen, so Bloomberg, haben jetzt einen Anteil von mehr als einem Fünftel an den 2,1 Billionen Dollar. Insgesamt, so der Bericht, stieg der Cash-Bestand der US-Firmen im Ausland um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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General Electric, Microsoft, Apple: Diese US-Firmen haben die dicksten Auslandskonten

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Die Konzerne haben vor allem steuerliche Gründe dafür, dass sie ihre Gewinne mit Vorliebe im Ausland entstehen lassen. Für den Sitz der Firmen , die das operative Geschäft betreiben, wählen sie Länder, in denen nur geringe Steuern anfallen. Dem US-Finanzministerium entgehen auf diese Weise Einnahmen in Milliardenhöhe.

Zwar gibt es in Washington bereits Bemühungen, das Problem mit einer Gesetzesinitiative zu lösen. Diese Anstrengungen kommen aber kaum voran, so Bloomberg - und freiwillig dürfte kaum ein Firmenchef die steuerträchtige Rückführung der Gelder ins US-amerikanische Gebiet veranlassen.

Die höchsten Zuwächse bei den Auslandsreserven hatten laut Bloomberg im vergangenen Jahr Microsoft, Apple und Google, die ihre Bestände jeweils um mehr als 20 Prozent steigern konnten. IBM , Cisco , Oracle , Qualcomm  und Hewlett-Packard  gelang jeweils ein Plus von vier Milliarden Dollar.

Die mit Abstand größten Auslandsreserven hat laut Bloomberg jedoch kein Konzern aus der Tech-Branche, sondern einer aus der "Old-Economy": General Electric verfügt über Cash-Bestände von 119 Milliarden Dollar jenseits der US-amerikanischen Grenzen. Das bedeutet ein Plus von 8 Prozent im vergangenen Jahr und von 27 Prozent seit 2010, so Bloomberg.

Zum Vergleich: Software-Riese Microsoft hat seine Auslandsreserven dem Bericht zufolge seit 2010 insgesamt verdreifacht. Apple steigerte das Guthaben laut Bloomberg von 12,3 Milliarden im Jahr 2010 auf aktuell 69,7 Milliarden Dollar.

Top Ten: Diese US-Konzerne haben die dicksten Auslandskonten

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